Neuigkeiten

24. April 2020 - Das MWW-Projekt 'Goethe Digital' präsentiert besondere Fundstücke

Unter dem Hashtag #goezwitscher zeigen wir auf unserem Twitter-Account @MWWForschung und im Virtuellen Forschungsraum regelmäßig besondere Funde aus Goethes Privatbibliothek. Während auf Twitter nur ein kurzer Einblick gewährt werden kann, stellen wir unsere Exponate im Virtuellen Forschungsraum näher vor. Das gewählte Format kommt unserem Anliegen nach, aus der laufenden Forschungsarbeit zu berichten. Hier präsentieren wir ausgewählte Bücher, Details, Lieblingsstücke, Unikates oder auch Komisches – zusätzlich zu (virtuellen) kuratierten Ausstellungen zur Bibliothek, die wir ebenfalls im Virtuellen Forschungsraum zeigen wollen. Ein erstes Projekt ist bereits in Planung und soll in der zweiten Jahreshälfte 2020 online zu sehen sein.

Die Privatbibliothek Goethes umfasst mehr als 7000 Bände und steht gewöhnlich in Goethes Haus am Weimarer Frauenplan, dem heutigen Goethe-Nationalmuseum. In einem an der Herzogin Anna Amalia Bibliothek angesiedelten Projekt des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel werden die Bücher seit 2016 katalogisiert und erforscht. Über das Angebot Goethe Bibliothek Online sind sowohl die Bände aus Goethes Privatbibliothek als auch seine Ausleihen der herzoglichen Bibliothek recherchierbar. Mehr als 2000 ausgewählte Bände werden sukzessiv digitalisiert und über die Digitalen Sammlungen der Herzogin Anna Amalia Bibliothek präsentiert.

Weitere Informationen zum MWW-Projekt 'Goethe Digital' gibt es hier.

9. April 2020 - Zentrale Anlaufstelle für die Digitale Lehre im Virtuellen Forschungsraum

Angesichts der aktuellen Situation stellen die Hochschulen ihre Lehre für das Sommersemester 2020 auf eine Online-Lehre um. 
Das Portal 'Digitale Lehre Germanistik', das ab sofort im Virtuellen Forschungsraum zu finden ist, soll eine zentrale Anlaufstelle für alle Angehörigen der germanistischen Fachgemeinschaften sein. Dort finden Sie Hilfestellungen für die Praxis der digitalen Hochschullehre, Anregungen und geeignete Tools.

Weitere Infos finden Sie unter www.digitale-lehre-germanistik.de.

8. April 2020 - Marcus Baumgarten übernimmt das Projekt 'Digitale Methoden der Sammlungsforschung'.

Als neuen Kollegen begrüßen wir Marcus Baumgarten im Team des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel. Er übernimmt ab sofort das an der Herzog-August-Bibliothek angesiedelte DH-Projekt 'Digitale Methoden der Sammlungsforschung'.

3. April 2020 - Katharina Günther übernimmt die Position der Gesamtkoordinatorin

Als neue Kollegin begrüßen wir Katharina Günther im Team des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel. Zum 1. April 2020 übernimmt sie die Aufgaben der Gesamtkoordinatorin für den Verbund.

 

2. März 2020 - Frühjahrsausgabe zum Thema "Nur Gips" ist am 17. Februar 2020 erschienen

 

„Nur Gips“ – im Titel ruft die ZIG das Vorurteil eines lange unterschätzten Materials auf, um es sogleich ideenhistorisch zu konterkarieren. Seit jeher wurde der Gips für die Eigenschaften seiner präzisen Verarbeitung geschätzt; aber erst in den Ateliers der Moderne emanzipierte sich der Abguss zu einem autonomen künstlerischen Verfahren. Die Frühjahrsausgabe der ZIG spürt der langen Geschichte der "weißen Antike" nach und setzt einen der wichtigsten Werkstoffe der kulturellen Überlieferung neu ins Licht.       

Mit Beiträgen von Martin Mulsow, Barbara Stollberg-Rilinger, Veronika Tocha, Bettina Uppenkamp und vielen weiteren. 

27. Februar 2020 -DHd-Tagung vom 2. bis 6. März 2020 an der Universität Paderborn

 

Bereits zum 7. Mal findet die alljährliche Tagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V. statt. Unter dem Motto "Spielräume - Digital Humanities zwischen Modellierung und Interpretation" treffen sich Forschende vom 2. bis 6. März 2020 an der Universität Paderborn, um verschiedene Themen der Digitalen Kulturwissenschaft zu beleuchten.

 

Weitere Informationen zum Verband finden Sie hier
Das Tagungsprogramm sowie weitere Informationen rund um die Jahrestagung 2020 können hier eingesehen werden. 

30. Januar 2020 - Neue Stellenausschreibung für den Standort Weimar

 

Wir suchen zum 1. Mai 2020 eine projekterfahrene Persönlichkeit, in deren Verantwortung die organisatorisch-administrative Koordination aller Verbundaktivitäten am Standort Weimar liegt. Die Stelle wird mit TV-L E 11 vergütet (100 %) und ist befristet.

Die Bewerbungsfrist endet am 16. Februar 2020.

15. Januar 2020 - „Räume des Sammelns“ vom 10. bis 21. August 2020 in der Klassik Stiftung Weimar

Rokokosaal der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar

Die Stadt Weimar ist ein ‚Deutscher Erinnerungsort’ par excellence. Ein wesentlicher Bestandteil ihrer kulturellen Topographie sind die über Jahrhunderte gewachsenen Sammlungen, sammlungsbezogenen Bauten und Interieurs. Das wohl prominenteste Beispiel ist Goethes Wohnhaus am Frauenplan. Zu Lebzeiten des Dichters dienten sowohl seine Privaträume wie auch die öffentlich zugänglichen Bereiche des Hauses der wissenschaftlich fundierten Aufbewahrung und Präsentation umfangreicher Sammlungen. Ein kaum weniger ikonischer Sammlungsraum ist der Rokokosaal der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, erst recht seit dem Brand von 2004. In Verbindung mit dem Gemälde- und Büstenprogramm verräumlicht die über mehrere Etagen verteilte Büchersammlung ein intellektuelles Ideal der Goethezeit. Außerhalb des historischen Zentrums der Stadt befinden sich zwei an der Wende zum 20. Jahrhundert eingerichtete Archive, deren geistige Provenienz kaum unterschiedlicher sein könnte: das historistische Gebäude des Goethe- und Schiller-Archivs mit den schriftlichen Nachlässen des klassischen Weimar sowie das von Henry van de Velde nur wenige Jahre später im Neuen Stil gestaltete Nietzsche-Archiv. Von beiden Standorten aus ist über Weimar hinweg der Ettersberg zu sehen, wo nach dem Zweiten Weltkrieg im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald eine umfangreiche Sammlung zu den Verbrechen der NS-Zeit angelegt wurde.

Durch den spatial turn der Geisteswissenschaften ist das Bewusstsein dafür geschärft worden, dass Räume keine neutralen Gefäße für Sammlungsobjekte sind. Die Frage nach den Räumen des Sammelns hat daher auch einen hohen Stellenwert für den Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel, der dieses Phänomen vom 10. bis zum 21. August 2020 ins Zentrum einer internationalen Sommerschule rücken wird: Auf welche Weise sind Sammlungsräume semantisch und symbolisch aufgeladen? Inwiefern dienen sie der kulturellen Erinnerung und stiften persönliche oder kollektive Identität? Welchen symbolpolitischen und strategischen Zielsetzungen unterliegen sie, und wie kommen diese Ziele in Bauten und Interieurs ästhetisch zum Ausdruck? Wie tragen sie zur Organisation des in den Sammlungen verkörperten Wissens bei? Welche Rolle spielt nicht zuletzt im Rahmen der digitalen Transformation die Genese neuer, virtueller Sammlungsräume? Diese Fragen wird die Sommerschule verfolgen, indem sie zum einen die historische Entwicklung repräsentativer Sammlungsräume von der Kunst- und Wunderkammer bis zum heutigen Museum nachvollzieht und zum anderen die Bedeutung neuer Raumtheorien für den Umgang mit Sammlungen reflektiert. Das Verhältnis zwischen privater und öffentlicher Sammlung, zwischen repräsentativer und funktionaler Raumgestaltung wird anhand von Magazin, Depot und Ausstellungsraum untersucht. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei immer auch dem Phänomen des Sammlungsraums auf der Ebene ästhetischer Imagination.

Die Sommerschule verbindet Seminare, Vorträge und Exkursionen mit der Möglichkeit eigenständiger Forschung. Die Veranstaltungen finden hauptsächlich auf Deutsch, teils auch auf Englisch statt. Mindestens passive Deutschkenntnisse sind für die Teilnahme erforderlich. Die Sommerschule bietet zwanzig Plätze für Nachwuchswissenschaftler*innen aus aller Welt, die im Rahmen eines Motivationsschreibens ihr wissenschaftliches Interesse am Thema der Sommerschule darlegen. Das Angebot richtet sich vornehmlich an Doktorandinnen und Doktoranden der geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächer sowie aller Studiengänge mit Sammlungsbezug. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem außereuropäischen Ausland, die ein konkretes Forschungsinteresse an den Weimarer Sammlungen zu verfolgen beabsichtigen, können sich formlos um ein Stipendium für einen zusätzlichen einwöchigen Archivaufenthalt im Anschluss an die Sommerschule bewerben.