Pressemitteilungen

 

 

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Hier finden Sie Pressemitteilungen zum Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel.

01. Juni 

Das Quartett der Spielekultur: Forking Paths. Narration in Games

Das Diskussionsformat ›Quartett der Spielekultur‹ findet am Donnerstag, 29. Juni, 19.30 Uhr, im Deutschen Literaturarchiv Marbach seine Fortsetzung. Unter dem Motto ›Forking Paths. Narration in Games‹ stellen Lena Falkenhagen (Hamburg), Tracy Fullerton (Los Angeles), Sonia Fizek (Köln) und Sebastian Möring (Potsdam) ausgewählte Spiele vor, heben inhaltliche, gestalterische und spielerische Besonderheiten hervor und sprechen unter anderem über verschiedene Formen des Erzählens in Computerspielen.

Inspiriert vom ›Literarischen Quartett‹ stellt das ›Quartett der Spielekultur‹ kulturelle Aspekte von Computerspielen in den Vordergrund. In der Vergangenheit beleuchtete das Quartett Themen wie die Darstellung des Todes oder der Politik in Computerspielen, diskutierte aber auch den Status von Games als Subkultur und Mainstreammedium.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Tagung ›Games & Literature‹ (28. bis 30. Juni 2023) in englischer Sprache im Humboldt-Saal (Archivgebäude) statt. Der Eintritt ist frei. Das Gespräch wird via Zoom live übertragen.

Zoom-Link: https://www.dla-marbach.de/kalender/detail/582

Das Quartett der Spielekultur wird in Verbindung mit dem Forschungsverbund MWW von der Stiftung Digitale Spielekultur ausgerichtet.

01. Juni

Games & Literatur. Zur Literarizität, Erforschung, Sammlung und Archivierung von Computerspielen

Internationale Tagung vom 28. bis 30. Juni im Deutschen Literaturarchiv Marbach

 

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach erwirbt, erschließt und archiviert Computerspiele als eine mediale Form von Literatur und baut eine Sammlung aussagekräftiger Spieltypen mit erzählerischen Strukturen und Rezeptionsspuren zu Autor/-innen und literarischen Werken auf. Dabei wird danach gefragt, ob und auf welche Weise Computerspiele narrativ sind. Ebenso gilt es Lösungen für die Frage zu entwickeln, wie Games technisch für die Forschung archiviert und zugänglich gemacht werden können. Über alle diese Themen diskutieren vom 28. bis 30. Juni Wissenschaftler/-innen bei der internationalen und interdisziplinären Tagung ›Games & Literature‹ und blicken dabei auf Analyseinstrumente sowie Techniken des Bereitstellens und Archivierens von Computerspielen im Literaturarchiv.

Die Keynotes halten Astrid Ensslin (Regensburg): »›I was the person who wasn't there‹: Reader orientation and empathy in VR fiction«, René Bauer (Zürich) und Beat Suter (Zürich): »Considerations for Archiving Games. From the Perspective of Game Design« sowie Espen Aarseth (Kopenhagen): »Game or Novel? – Reading and Playing Massively Singleplayer Games«.

Mit Teilnehmenden aus mehr als 15 Ländern werden Fragen zu spielerischen und medialen Formen des literarischen Erzählens, zum Medienwechsel zwischen Buch und Spiel, zu narrativen Verfahren im Computerspiel sowie zum Sammeln und Archivieren von Softwareobjekten diskutiert. Welche Relevanzkriterien sind etwa für den Aufbau einer Computerspielsammlung zu berücksichtigen, welche Metadaten sind in einen Katalog aufzunehmen und wie geht man mit veralteter Hard- und Software um? Wie wird Literatur in Games rezipiert, welches Begleitmaterial gilt es zu berücksichtigen und welche Entwicklungsstufen eines Games zu archivieren?

Die Tagung findet in englischer Sprache im Kilian-Steiner-Saal (Archivgebäude) statt und wird zusätzlich via Zoom übertragen. Anmeldung: forschung@dla-marbach.de

Programm und Zoom-Link: https://www.dla-marbach.de/kalender/detail/529

In Verbindung mit der European Federation of Games Archives, Museums and Preservation Projects (EFGAMP e.V.), DIGAREC – Zentrum für Computerspielforschung der Universität Potsdam, dem Computerspielemuseum Berlin und der Stiftung Digitale Spielekultur.

08. Februar 2023

Digital ist besser? Sammlungsforschung im digitalen Zeitalter

Tagung am 16. und 17. Februar an der Klassik Stiftung Weimar

Sammeln, Erschließen, Bewahren und Zugänglichmachen von Beständen ist eine der zentralen Aufgaben von Kulturinstitutionen wie Archiven, Bibliotheken und Museen. Welche Rolle dabei digitale Methoden spielen und wie diese sich im Laufe der letzten Jahre verändert und weiterentwickelt haben, diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anlässlich der internationalen Tagung ›Digital ist besser? Sammlungsforschung im digitalen Zeitalter‹ des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel am 16. und 17. Februar 2023 in Weimar. Die Keynotes halten Sunhild Kleingärtner (Deutsches Bergbaumuseum Bochum): ›Data-Mining im digitalen Zeitalter‹ und Tobias Blanke (Universität Amsterdam): ›Der digitale Alltag – Die Geisteswissenschaften in der Artificial Intelligence‹.

Digitale Methoden werden bei der Erschließung, Erforschung und Darstellung von Ergebnissen oder Beständen immer wichtiger. Auf welche Weise können digitale Verfahren und Methoden Erkenntnisse unterstützen, erweitern und neue Denkanstöße liefern? Mit Beiträgen u.a. zum gestalterischen Potenzial der Digitalisierung von Autorenbibliotheken, zur Unabschließbarkeit der Digitalisierung und zu interaktiven 3-D-Zeitzeug/-innen als Zukunft der Erinnerung thematisiert die Tagung Herausforderungen, Wirkungsweisen, Grenzen und neue Ansätze der digitalen Sammlungsforschung. Mit Beiträgen von Sylvia Asmus, Friederike Berlekamp, Frédéric Döhl u.a.

Die Keynotes sind öffentlich zugänglich, der Eintritt frei:

  • Donnerstag, 16. Februar, 20 Uhr: Sunhild Kleingärtner: ›Mining Knowledge in the Digital Age‹. Festsaal im Goethe-Nationalmuseum, Frauenplan 1, 99423 Weimar
  • Freitag, 17. Februar, 17 Uhr: Tobias Blanke: ›Der digitale Alltag – Die Stellung der Geisteswissenschaften in der Artificial Intelligence‹. Bücherkubus des Studienzentrums der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Platz d. Demokratie 4, 99423 Weimar

Kontakt: info@mww-forschung.de // Programm: https://www.mww-forschung.de/endterm-tagung

01. September 2022

Goethes Bibliothek. Eine Sammlung und ihre Geschichte

Buchvorstellung am 7. September im Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek an der Klassik Stiftung Weimar

Goethes Privatbibliothek in seinem Wohnhaus am Weimarer Frauenplan gehört zu den prominentesten Autorenbibliotheken im deutschsprachigen Raum und ist nahezu vollständig erhalten. Sie zeigt die Arbeitsweise des Dichters, seine vielseitigen Interessen und sein umfassendes Netzwerk. Am 7. September, 18 Uhr, gibt Stefan Höppner in der Reihe »Lesen! Buchvorstellungen in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek« Einblick in seine Arbeit mit Goethes privater Bibliothek und stellt sein Buch Goethes Bibliothek. Eine Sammlung und ihre Geschichte vor, das im Juni erschienen ist. Höppner dokumentiert darin auf Basis bisher unveröffentlichter Archivalien und der digitalen Neukatalogisierung die Entstehung der Bibliothek und ihre Entwicklung als Sammlungsbestand an der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Dabei berücksichtigt er auch kulturelle, historische und politische Aspekte. So gelingt ihm ein neuer Blick auf Weimars berühmteste Autorenbibliothek. Es moderiert Barry Murnane (University of Oxford).

Stefan Höppner ist wissenschaftlicher Projektleiter der Fallstudie ›Goethe Digital. Eine Autorenbibliothek als Sammlungsraum‹ beim Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel. Er lehrt als außerplanmäßiger Professor Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Freiburg.

Stefan Höppner: Goethes Bibliothek. Eine Sammlung und ihre Geschichte. Klostermann Verlag. 39 €. ISBN: 978-3-465-04592-2

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 7. September, 18 Uhr, im Bücherkubus im Studienzentrum der Herzog Anna Amalia Bibliothek in Weimar statt. Der Eintritt ist frei.

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft Anna Amalia Bibliothek e.V.

13. Juni 2022

Games sammeln, archivieren und bereitstellen

Virtueller Workshop am 24. Juni

Die Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs erwirbt, erschließt und archiviert verstärkt interaktive Computerspiele mit narrativem Charakter oder solche Spiele, die Rezeptionsspuren zu Autor/-innen und literarischen Werken der deutschen Literatur aufweisen. Analog zur üblichen Sammelpraxis schließt die Erwerbung der Spiele auch die Sammlung von Kontextmaterialien – online, analog oder auf Datenträgern – mit ein. Die Archivierung und Bereitstellung des Mediums bringt für Archive, Bibliotheken und Museen ganz neue Herausforderungen mit sich, denen sich am 24. Juni der virtuelle Workshop ›Games sammeln, archivieren und bereitstellen‹ widmet. Nach kurzen Impulsvorträgen diskutieren die internationale Expert/-innen Adrienne Shaw, Tracy Arndt, Winfried Bergmeyer, Henner Hentsch, Henry Lowood u.v.w. über das Archivieren und Sammeln des Mediums Computerspiel.

Im Workshop werden Sammlungskonzepte und -kriterien unterschiedlicher Einrichtungen vorgestellt und verglichen. Dabei wird auch die Frage nach dem Sammelauftrag gestellt, ob zum Beispiel auch Skripte und andere Materialien archiviert und damit Gamedesigner/-innen mit ihren Vor- und Nachlässen in die Sammlungen miteinbezogen werden sollen. Neben technischen Aspekten des Archivierens widmet sich der Workshop den juristischen Fragen der Präsentation und des Bereitstellens und Zitierens von Computerspielen. In Hinblick auf das wachsende Datenuniversum digitaler und Linked-Open-Data-Projekte ist die Vereinheitlichung und Optimierung der Metadaten für Computerspiele von wachsender Bedeutung. Im Fokus der Diskussion stehen dabei bestehende Datenmodelle und die Frage, wie Computerspielsammlungen in bereits bestehende digitale Bibliothekskataloge implementiert werden können.

Mit Beiträgen von Adrienne Shaw (Philadelphia), Tracy Arndt (Leipzig), Winfried Bergmeyer (Berlin), Henner Hentsch (Köln) u.a.

Der Workshop findet per Zoom von 11–17.30 Uhr in englischer Sprache statt.

Infos zum Programm und Zoom-Link: https://www.dla-marbach.de/kalender/

In Verbindung mit der Stiftung Digitale Spielekultur.