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Neuigkeiten

Tagung Objekt:Listen. Medialität von Dingverzeichnissen in der Frühen Neuzeit vom 4. bis zum 6. November an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

Die Tagung Objekt:Listen führt Forschungen zur Geschichte des frühneuzeitlichen Listenwesens zusammen. Sie erweitert den Fokus und fragt nach dem Verhältnis von Akteuren, Listen und den darin enthaltenen Objektinformationen aus praxeologischer Perspektive.

Die Tagung zielt darauf ab, die Objekt:Liste in den Kontext diverser sozialer, kultureller und ökonomischer Praktiken der Frühen Neuzeit zu stellen und dabei ihre Medialität aufzudecken. Dazu gehört die Frage, wie die Listen ihre Benutzung vorgeben, ihre Nutzer*innen steuern und damit eine genuine Handlungsmacht im Sinne Bruno Latours entfalten. Das übergeordnete Ziel dabei ist, genauer als bisher geschehen die kommunikative und epistemische Leistung solcher Verzeichnisse in ihren sozialen Bezügen zu analysieren und die Entwicklung ihrer Bedeutung im Verlauf der Frühen Neuzeit zu erhellen (Verhältnis von Präsenz- und Distanzmedialität).

Die Tagung findet vom 4. bis zum 6. November 2021 an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel statt und ist als Hybrid-Veranstaltung geplant. Informationen zum Tagungsprogramm und zur Anmeldung finden Sie auf der Website der Herzog August Bibliothek. 

Foto: Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

Verschwinden. Vom Umgang mit materialen & medialen Verlusten in Archiv und Bibliothek

Programm der virtuellen Midterm-Tagung online 

Der Umgang mit materialen und medialen Verlusten in Archiven und Bibliotheken steht im Zentrum der diesjährigen virtuellen Midterm-Tagung des Forschungsverbunds, die vom 14. bis zum 15. Oktober 2021 am Deutschen Literaturarchiv in Marbach stattfindet. Mit Vorträgen u.a. von Ryan Cordell (University of Illinois at Urbana-Champaign), Fiona McLees (Weston Library, Bodleian Libraries/University of Oxford), Thorsten Ries (University of Texas, Austin) und Klaus-Peter Möller (Theodor-Fontane-Archiv/Universität Potsdam) werden verschiedene Fragestellungen aus den (digitalen) Geisteswissenschaften diskutiert.

Programm und Zoom-Link unter https://www.mww-forschung.de/midterm-tagung.

Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften (ZfdG): Neue Artikel veröffentlicht

Auf der Website der ZfdG sind mehrere Artikel veröffentlicht worden. Darunter das Vorwort und zwei Long Paper des 5. Sammelbandes Fabrikation von Erkenntnis. Experimente in den Digital Humanities sowie die Fachartikel Zwei Seiten einer Medaille – IIIF und die Arbeit mit digitalen Bildbeständen von Ina Mertens und Vorstellung eines (teil-)automatisierten Verfahrens zur Analyse der Multimodalität von Webseiten von Thomas Jurczyk.

Neue Stellenausschreibung: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d) Digitale Sammlungsforschung und -vermittlung

Zum nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir am Standort Weimar einen wissenschaftlichen Mitarbeiter (m/w/d) für den Aufbau und die kontinuierliche Weiterentwicklung eines Digital Maker Spaces (experimentielles Zukunftslabor und DH-Lernwerkstatt). 

Informationen zur Stelle, dem Aufgabenprofil und dem Bewerbungsablauf finden Sie hier

Foto: Klassik Stiftung Weimar

Zum Nachsehen: Öffentliche Abendvorträge der Summer School 2021 auf YouTube 

Im Rahmen der International Summer School 2021 »Collection Spaces – Räume des Sammelns« fanden drei öffentliche Abendvorträge im Bücherkubus des Studienzentrums der Herzogin Anna Amalia Bibliothek statt, die nun auf dem YouTube-Kanal der Klassik Stiftung Weimar veröffentlicht wurden. 

  • 16. August 2021, 20 Uhr – Stephan Günzel: »Raumtheorien nach dem Spatial Turn«. Link zum Video
  • 18. August 2021, 20 Uhr – Ulrich Johannes Schneider »Oben im Regal. Das Buch und sein Klima«, Link zum Video 
  • 23. August 2021, 20 Uhr – Heike Gfrereis: »Das Archiv als Sammlungsraum«, Link zum Video

CfP »Sammler*innen, Sammlung, Netz. Zu den Netzimplikationen von Sammlungspraxis und Sammlungsforschung«

Sammlungen sind nicht statisch, sie unterliegen den Zeitläuften, dem Sammlerwillen, unvorhergesehenen Verstrickungen, sie sind niemals abgeschlossen. Es stellt sich aber die Frage, wie sich die versammelten Objekte zueinander und wie sich ganze Sammlungen gegenüber anderen Sammlungen verhalten?
Die Tagung »Sammler*innen, Sammlung, Netz. Zu den Netzimplikationen von Sammlungspraxis und Sammlungsforschung« will die Akteur*innen des Sammelns, Sammlungen als solche und die Sammlungsforschung mit Bezug auf das Netzmodell und damit vor dem Hintergrund von Vernetzungspraktiken, Datennetzen und netzwerkanalytischen Technologien positionieren. 

Bis zum 15. Oktober 2021 können Abstracts eingeschickt werden. Informationen zur Tagung und zum aktuellen Call for Paper finden Sie hier

Die Tagung wird vom 30. März bis zum 1. April 2022 an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel stattfinden. Derzeit ist eine Veranstaltunng in Präsenz (unter Berücksichtigung des entsprechendem Hygienekonzepts) geplant.

Öffentliche Abendvorträge bei der International Summer School ›Collection Spaces – Räume des Sammelns‹

Im Rahmen der diesjährigen International Summer School ›Collection Spaces – Räume des Sammelns‹ beleuchten drei öffentliche Abendvorträge die Bedeutung der Kategorie ›Raum‹ für die Sammlungsforschung: Am Montag, 16. August, erläutert Stephan Günzel, Professor für Medientheorie an der Berliner Technischen Kunsthochschule, aktuelle Raumtheorien in der Nachfolge des kulturwissenschaftlichen ›spatial turn‹. Ulrich Johannes Schneider, Direktor der Universitätsbibliothek Leipzig, stellt am Mittwoch, 18. August, Überlegungen zur Ordnung von Bibliotheken vor. Dem Archiv als Sammlungsraum widmet sich Heike Gfrereis, Leiterin der Museumsabteilung am Deutschen Literaturarchiv Marbach, am Montag, 23. August. Alle Vorträge beginnen um 20 Uhr.

 

Coronabedingt können keine Gäste zur Veranstaltung zugelassen werden. Alle Vorträge finden Sie kurze Zeit später auf dem YouTube-Kanal der Klassik Stiftung Weimar: https://www.youtube.com/user/KosmosWeimar

Informationen zur international Summer School finden Sie hier.

Leonhard Christoph Sturm im Netzwerk frühneuzeitlicher Gelehrsamkeit

Virtuelles Labor erschließt Sturms intellektuelle und soziale Biografie in der res publica litteraria

Welche Autoren und Gedanken prägten den Theologen und Mathematiker Leonhard Christoph Sturm (1669-1719)? Mit welchen Zeitgenossen stand er in Kontakt? Das neue virtuelle Labor Leonhard Christoph Sturm im Netzwerk der frühneuzeitlichen Gelehrsamkeit‹, das im Virtuellen Forschungsraum (VFR) veröffentlicht wurde, präsentiert die persönlichen Bücher, entliehene Titel aus der herzoglichen Bibliothek in Wolfenbüttel sowie ausgewählte Briefkontakte.

Unter der Leitung von Jörn Münkner untersucht die an der Herzog August Bibliothek angesiedelte Fallstudie Intellektuelle Netzwerke‹ die historischen Profile von Leonhard Christoph Sturm und Johann Gottfried Lakemacher. 

Die Pressemeldung zur Veröffentlichung des Labors finden Sie hier. Das virtuelle Labor ist unter folgendem Link zu finden: https://vfr.mww-forschung.de/web/leonhard-christoph-sturm 

 

Foto: Portrait Leonhard Christoph Sturm, © Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel