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Neuigkeiten

Workshop: Bibelsammlungen und Bibeln als Sammlungsobjekte

Vom 20. bis 22. September 2023 findet an der Herzog August Bibliothek der Workshop ›Bibelsammlungen und Bibeln als Sammlungsobjekte‹ statt. Der interdisziplinäre Workshop stellt das Phänomen »Bibelsammlungen« und die Praxis des Bibelsammelns in vergleichender Perspektive ins Zentrum.

Abstracts (kurzer Lebenslauf mit einem Exposé (ca. 1500 Zeichen) für einen etwa 20-30 minütigen Vortrag) können bis zum 31. Mai bei Caren Reimann und Christoph Schönau eingereicht werden. 

Infos zu den Themen und zur Veranstaltung finden Sie im Call for Paper

 

Bild: Titelkupfer mit dem Portrait Elisabeth Sophie Maries zu Braunschweig-Lüneburg und Ansicht ihrer Bibliothek, HAB Wolfenbüttel

Nietzsches Sterbezimmer als 3D-Rekonstruktion in der Weimar+-App

Der Philosoph Friedrich Nietzsche starb 1900 in der ›Villa Silberblick‹ in Weimar. Bis 1945 war Nietzsches Sterbezimmer in der ersten Etage eine Art Pilgerort für die Verehrer des Philosophen. Heute ist nur noch das Erdgeschoss des Nietzsche-Archivs für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Wohn- und Sammlungsräume im Obergeschoss wurden komplett umgestaltet und später auch baulich verändert. Anhand von Grundrissen und historischen Fotos lässt sich das Sterbezimmer aber digital rekonstruieren. Die App Weimar+ zeigt Raumvisualisierungen von verschiedenen Zeitabschnitten. 

 

Die virtuelle Rekonstruktion von Nietzsches Sterbezimmer wurde in Kooperation mit dem MWW-Projekt Kunst und Memoria erarbeitet.

Foto: Klassik Stiftung Weimar

Essay Prize 2022 der Goethe Society of North America für Stefan Höppner und Ulrike Trenkmann

Die Goethe Society of North America hat eine Arbeit aus der Fallstudie Goethe digital mit ihrem Essay Prize für den besten Forschungsaufsatz 2022 ausgezeichnet. Der Aufsatz ›World on a Shelf: Submissions of ‘Weltliteratur’ in Goethe’s Private Library — A Quantitative Approach‹ (https://doi.org/10.1080/09593683.2021.1887584) von Stefan Höppner und Ulrike Trenkmann basiert auf Forschungsdaten aus der Katalogisierung von Goethes Privatbibliothek. Der Text untersucht die räumliche und zeitliche Verteilung von Bucheinsendungen an den Dichter im Kontext seiner Idee der ›Weltliteratur‹. Die quantitative Visualisierung legte offen, dass die Einsendungen nicht nur im Laufe der Zeit zunahmen, sondern dass sich Goethes literarische und wissenschaftliche Netzwerke auch geographisch immer weiter ausdehnten. Zum ließ sich zeigen, dass die Praxis der Bücherzirkulation Goethes Idee der Weltliteratur als eines »freien geistigen Handelsverkehrs« zwischen lebenden Autoren weitgehend widersprach. Tatsächlich stammte ein Großteil der Einsendungen von Mittlerfiguren wie Verlegern, Übersetzern oder sogar von Menschen, die überhaupt nicht selbst in die Produktion der jeweiligen Bücher involviert waren – im Unterschied zur deutschsprachigen Literatur und den Naturwissenschaften, wo die Autoren jeweils die größte Gruppe stellten. Autorinnen waren an dieser Zirkulation kaum beteiligt.

 

CfP: Digital Literature and Literature Data. International Summer School 2023 

Stetig und rasant wachsende digitale Bestände – E-Mails, elektronische Skripte, Netzliteratur, virtuelle Bearbeitungen von Literatur in Games, Audiodateien – stellen Archive und Bibliotheken vor neue Herausforderungen. Fragen der digitalen Zugänglichmachung und der Exploration großer literarischer Korpora, der technischen Langzeitarchivierung von Sammlungen, der digitalen Provenienzforschung und der Dokumentation in digitalen Katalogen stellen sich genauso wie die Fragen nach der Generierung, Speicherung, Kuratierung, Vernetzung, Bereitstellung und Verarbeitung von (Meta-)Daten, die selbst großes Forschungspotenzial bergen. 

Die internationale und interdisziplinäre Sommerschule des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel (31.07.–11.08.2023) am Deutschen Literaturarchiv Marbach bietet einen Rahmen, um explorativ das Potential digitaler Ansätze für eigene Forschungsfragen auszuloten und mit internationalen Expertinnen und Experten zu diskutieren.

Mit dem Projekt »textklang«. Mixed-Methods-Analyse von Lyrik in Text und Ton (Universität Stuttgart / DLA Marbach) wird ein aktueller interdisziplinärer Forschungsbereich in der Sommerschule vertreten sein, der im Zuge der systematischen Erforschung von Klanglichkeit lyrischer Texte mit konkreten Fragen der Digitalisierung, Metadatenerfassung, Maschinenlesbarkeit, digitalen Sprach- und Klanganalyse und Bereitstellung bzw. Vernetzung von Forschungsdaten umgeht.

Der nun veröffentlichte Call for Papers richtet sich an Doktorand*innen aus einschlägigen Fachgebieten, insbesondere aus der Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, den Sound Studies, der Bibliotheks- und Informationswissenschaft, den Digital Humanities und der Informatik. 

Bewerbungen können bis zum 31. Januar 2023 eingereicht werden.

Weitere Informationen zur Sommerschule, zum Call for Papers und zur Einreichung von Bewerbungen finden Sie hier.

CfP: Games & Literature. On the literaricity, research, collection, and archiving of computer games

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach sammelt und archiviert auch Computerspiele als eine Form der medialen Literatur. Um Aspekte der Erforschung von Literatur und Computerspielen sowie des Sammelns, Archivierens und Ausstellens zusammenzubringen, findet vom 28. bis 30. Juni 2023 am DLA Marbach die Tagung ›Games & Literature. On the literaricity, research, collection, and archiving of computer games‹ statt. 

Der nun veröffentlichte Call for Papers richtet sich an Literaturwissenschaftler*innen, Archivar*innen, Bibliothekar*innen, Forscher*innen der Games Studies und der Medien- und Kommunikationswissenschaft. Abstracts können bis zum 31. Januar 2023 eingereicht werden. Die Konferenzsprache ist Englisch. 

Weitere Informationen zur Tagung, zum Call for Papers und zur Einreichung von Abstracts finden Sie hier.

Goethes Bibliothek. Eine Sammlung und ihre Geschichte – Buchvorstellung am 7. September an der Klassik Stiftung Weimar 

Goethes Privatbibliothek in seinem Wohnhaus am Weimarer Frauenplan gehört zu den prominentesten Autorenbibliotheken im deutschsprachigen Raum und ist nahezu vollständig erhalten. Am 7. September, 18 Uhr, gibt Stefan Höppner Einblick in seine Arbeit mit Goethes privater Bibliothek und stellt sein Buch Goethes Bibliothek. Eine Sammlung und ihre Geschichte vor, das im Juni erschienen ist.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 7. September, 18 Uhr, im Bücherkubus im Studienzentrum der Herzog Anna Amalia Bibliothek in Weimar statt. Der Eintritt ist frei.

CfP: Digital ist besser? Sammlungsforschung im digitalen Zeitalter

       

Im Februar 2024 schließt der Forschungsverbund MWW seine zweite Förderphase ab. Diese Zäsur soll genutzt werden, um die Bedeutung des Digitalen für die Erschließung, Erforschung und Vermittlung kulturhistorischer Objekte und Sammlungszusammenhänge zu reflektieren.

Am 16. und 17. Februar 2023 findet an der Klassik Stiftung Weimar die MWW-Endterm-Tagung »Digital ist besser? Sammlungsforschung im digitalen Zeitalter« statt. Der nun veröffentlichte Call for Paper richtet sich an alle geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen. Abstracts (max. 300 Wörter) können bis zum 15. September eingereicht werden.

Zum CfP

Goethes Bibliothek digital neu betrachtet und durchschritten

Auf dem Blog der Gesellschaft Anna Amalia Bibliothek e.V. schreibt MWW-Mitarbeiterin Ulrike Trenkmann über das MWW-Projekt ›Goethe digital‹, über die Digitalisierung der Bücher aus der Bibliothek am Frauenplan und über die digitale Ausstellung »Goethes Arbeit mit Büchern: Wege durch eine Autorenbibliothek«. 

Den Blog-Beitrag finden Sie hier