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Pressemitteilungen

26. Juli 2021

International Summer School ›Collection Spaces – Räume des Sammelns‹

Öffentliche Abendvorträge am 16., 18. und 23. August

Fragen nach der Bedeutung historischer ›Räume des Sammelns‹ und ihrem Einfluss auf den Gebrauch und die Überlieferung von Sammlungen stehen im Fokus der International Summer School ›Collection Spaces Räume des Sammelns‹ des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel (MWW), die in diesem Jahr in der Klassik Stiftung Weimar stattfindet. Drei öffentliche Abendvorträge beleuchten die Bedeutung der Kategorie ›Raum‹ für die Sammlungsforschung: Am Montag, 16. August, erläutert Stephan Günzel, Professor für Medientheorie an der Berliner Technischen Kunsthochschule, aktuelle Raumtheorien in der Nachfolge des kulturwissenschaftlichen ›spatial turn‹. Ulrich Johannes Schneider, Direktor der Universitätsbibliothek Leipzig, stellt am Mittwoch, 18. August, Überlegungen zur Ordnung von Bibliotheken vor. Dem Archiv als Sammlungsraum widmet sich Heike Gfrereis, Leiterin der Museumsabteilung am Deutschen Literaturarchiv Marbach, am Montag, 23. August. Alle Vorträge beginnen um 20 Uhr.

Coronabedingt werden alle Veranstaltungen im Livestream auf YouTube übertragen: https://www.youtube.com/user/KosmosWeimar

Die öffentlichen Abendvorträge im Überblick:

  • Mo., 16.8., 20 Uhr: »Raumtheorie nach dem Spatial Turn«. Vortrag von Stephan Günzel
  • Mi., 18.8., 20 Uhr: »Oben im Bücherregal. Das Buch und sein Klima«. Vortrag von Ulrich Johannes Schneider
  • Mo., 23.8., 20 Uhr: »Das Archiv als Sammlungsraum«. Vortrag von Heike Gfrereis

Jedes Jahr richtet der Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel an einer der drei Verbundinstitutionen eine Internationale Sommerschule aus, die sich insbesondere an junge Nachwuchswissenschaftler richtet. Die Summer School ›Räume des Sammelns‹ war für 2020 geplant, wurde aufgrund der Corona-Pandemie aber auf 2021 verschoben.

1. Juli 2021 

Leonhard Christoph Sturm im Netzwerk frühneuzeitlicher Gelehrsamkeit

Virtuelles Labor erschließt Sturms intellektuelle und soziale Biografie in der res publica litteraria

Von welchen Autoren und Gedanken der Theologe und Mathematiker Leonhard Christoph Sturm sich beeinflussen ließ, was ihn prägte und mit welchen Zeitgenossen er in Kontakt stand, zeigt das neue virtuelle Labor ›Leonhard Christoph Sturm im Netzwerk der frühneuzeitlichen Gelehrsamkeit‹, das im Virtuellen Forschungsraum (VFR) des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel veröffentlicht wurde. Unter den Rubriken »Privatbibliothek«, »Ausleihen« und »Korrespondenz« werden die persönlichen Bücher Sturms und seine entliehenen Titel aus der herzoglichen Bibliothek in Wolfenbüttel sowie ausgesuchte Briefkontakte präsentiert. Dazu wurden bibliographische und bibliometrische Daten mit LibReTo erschlossen. Das Open Source-Tool LibReTo (Library Reconstruction Tool) wurde an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel entwickelt und ermöglicht es, strukturierte Bestandsordnungen abzubilden. Die darin erschlossenen Daten und die sozialen Relationen, wie sie Sturms Briefe zeigen, werden mit Hilfe eines multimodalen netzwerkanalytischen Ansatz untersucht die Auswertung dauert an.

In der Projektlaufzeit werden die Datensätze angereichert und vervollständigt. Anhand von Sturms (möglicher) konsultierter Literatur, der Diskurse, in denen er sich zu Wort meldete und der Personen, mit denen er sich austauschte, sollen die Koordinaten bestimmt werden, die das intellektuelle, akademische, religiöse und soziale Profil dieses Mannes angeben.

Mit seinen Arbeiten zur Architekturtheorie gelangte Leonhard Christoph Sturm (1669–1719) im ausgehenden 17. und 18. Jahrhundert zu großem Ansehen. Acht Jahre unterrichtete der studierte Theologe und Mathematiker als Professor ›matheseos publicus‹ an der Ritterakademie Rudolph-Antoniana in Wolfenbüttel den adligen Nachwuchs, neun weitere wirkte er an der brandenburgischen Landesuniversität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Daneben kommentierte und veröffentlichte Sturm die umfangreiche Civilbaukunst (1699) von Nikolaus Goldmann und verfasste eigene Werke zur Architektur und Mathematik, später theologische Schriften.

Das Labor ›Leonhard Christoph Sturm im Netzwerk der frühneuzeitlichen Gelehrsamkeit‹ ist über folgenden Link zugänglich:

https://vfr.mww-forschung.de/web/leonhard-christoph-sturm

2. Oktober 2020

MWW präsentiert neue Website

Der Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel (MWW) stellt sich ab sofort mit einer neuen Webseite vor: Der Internetauftritt www.mww-forschung.de ist komplett überarbeitet worden und bietet mit einer übersichtlichen Struktur Einblicke in das weite Spektrum des Verbunds.

Auf der neu erarbeiteten Webseite finden sich Informationen rund um den Verbund, dessen diverse Forschungsaktivtäten und die Projekte aus dem Bereich der Digital Humanities. Darüber hinaus wird der wissenschaftliche Nachwuchs gezielt angesprochen und über die Fördermöglichkeiten in Form von Fellowships, Forschungshospitanzen und der Internationalen Sommerschule informiert. Die im Verbund angesiedelten Publikationsorgane Zeitschrift für Ideengeschichte (ZIG) und das Open-Access-Journal Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften (ZfdG) werden zentral dargestellt. Zusätzlich wurde ein Weblog reaktiviert, der einen vertieften Einblick in die Forschung des Verbunds bietet.

1. September 2020

„Den Wandel der germanistischen Lehre ernst nehmen“

Konsenspapier zur digitalen Lehre in der Germanistik veröffentlicht

Nach der raschen Umstellung auf digitale Lehre während des Corona-Semesters 2020 veröffentlichten Germanistinnen und Germanisten jetzt ein Konsenspapier mit acht Anforderungen und Empfehlungen für die zukünftige Lehre in der Germanistik.

Neben der praktischen Umsetzung und der Nutzung von digitalen Tools empfehlen die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, den Wandel der germanistischen Lehre ernst zu nehmen und eine Verbindung von präsenter und digitaler Lehr-/Lernphasen und -elementen. Dafür ist der Open-Access-Zugriff auf Medien und Open Educational Resources erforderlich. Der Appell richtet sich an alle Tätigen in der germanistischen Lehre sowie an (hochschul-)politische Entscheidungsträgerinnen und -träger und soll Grundlage für künftige Diskussionen der digitalen Lehre in der Germanistik werden.

Hervorgegangen ist das Konsenspapier aus der virtuellen Konferenz ‚Während und nach Corona: Digitale Lehre in der Germanistik‘, die am 25. und 26. August 2020 stattgefunden hat. An der zweitägigen digitalen Konferenz, bei der Erfah-rungen, Herausforderungen und Perspektiven der digitalen Lehre thematisiert wurden, haben rund 200 Germanistinnen und Germanisten teilgenommen.

 

Während und nach Corona: Digitale Lehre in der Germanistik

 

 Wie hat die Germanistik die rasche Umstellung auf eine digitale Lehre in der Pandemie bewältigt und welche Rückschlüsse können für das Fach gezogen werden? Das Portal Digitale Lehre Germanistik richtet dazu am 25. und 26. August die virtuelle Konferenz ›Während und nach Corona: Digitale Lehre Germanistik‹ aus. Germanistinnen und Germanisten aus dem In- und Ausland diskutieren über ihre Erfahrungen während des digitalen Hochschulsemesters und über mögliche Erkenntnisse für die zukünftige Lehre im Fach Germanistik.

In neunzigminütigen Panels beleuchten Beiträgerinnen und Beiträger die digitale Hochschullehre im Sommersemester 2020 aus unterschiedlichen Perspektiven: Wie sah die praktische Umsetzung der digitalen Hochschullehre aus und welche Tools und Strategien wurden genutzt? Wie haben Studierende die verschiedenen Angebote wahrgenommen und wie sieht die zukünftige Entwicklung der digitalen Lehre − auch hinsichtlich eines potenziellen Lehrgegenstands − aus? Für Zuhörerinnen und Zuhörer besteht außerdem die Möglichkeit, sich über einen Chat an der Diskussion zu beteiligen. Am 26. August endet die Konferenz mit einer Abschlussdiskussion über die wichtigsten Ergebnisse. Die audio-visuellen Beiträge werden auf dem Portal Digitale Lehre Germanistik zeitnah zur Verfügung gestellt.

Die Konferenz wird mit dem Webdienst Webex durchgeführt und ist für alle Interessierten offen. Das Programm für die zweitägige Online-Konferenz ist unter https://vfr.mww-forschung.de/web/digitale-lehre-germanistik/konferenz einzusehen.

Um an der Konferenz teilzunehmen, wird um eine Anmeldung unter https://vfr.mww-forschung.de/web/digitale-lehre-germanistik/anmeldung-konferenz gebeten.

Das Portal Digitale Lehre Germanistik (www.digitale-lehre-germanistik.de) ist Anfang April 2020 als Ergebnis einer kollegialen Kollaboration von mehr als 20 Germanistinnen und Germanisten entstanden und soll die zentrale Anlaufstelle für Angehörige der germanistischen Fachgemeinschaft sein, die nach Anregungen und Hilfestellungen für die Praxis der digitalen Hochschullehre suchen.

Kontakt:

Rica Burow 

Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit
presse@mww-forschung.de