Zeitschrift für Ideengeschichte

 

Die Zeitschrift für Ideengeschichte (ZIG) wird von den drei MWW-Verbundeinrichtungen, dem Wissenschaftskolleg zu Berlin, dem Kunsthistorischen Institut in Florenz - Max-Plank-Institut und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz gemeinsam getragen und erscheint viermal jährlich im C.H.Beck-Verlag.

Die Zeitschrift betreibt Ideengeschichte, um die Gegenwart zu verstehen. Sie fragt nach der Entstehung, den zahlreichen Metamorphosen, aber auch dem Altern von Ideen, seien sie philosophischer, religiöser, politischer oder literarischer Art. Scheinbar neue Idee können dabei als alter Hut enttarnt, in Vergessenheit geratene Ideen neu entdeckt werden.

Mitarbeiter

 

Heft XIV/2 Sommer 2020: Hegel

Cover ZIG, Heft XIV/2 Sommer 2020
Cover ZIG, Heft XIV/2 Sommer 2020

An der Schwelle zu seinem 250. Geburtstag spürt die Zeitschrift dem Systemdenker der Ideengeschichte nach. Was sagt uns Hegel heute? Die Sommerausgabe der ZIG versucht Antworten zu geben in einer Zeit, in der das Verhältnis von Subjektivität und Freiheit unklarer als je zuvor erscheint.

 

Mit Beiträgen von Herfried Münkler, Jürgen Kaube, Judith Butler und vielen weiteren. 

Heft XIV/1 Frühjahr 2020: Unverhoffte Begegnung

Der Nobelpreisträger in spe, der noch im incognito eines Nietzsche-Übersetzers am Verleger vorbeischwimmt. Der verfemte Philosoph, der in der Spätzeit der DDR bei Kaffee und Kuchen vor einem Ein-Mann-Auditorium Vorlesungen hält. Ein Gasthaus zu Fontainebleau am Ausgang des Alten Europa, das zur selben Stunde einen exilierten Prinzen und den schottischen Aufklärer beherbergt. Eine Republikflucht durch den Schrebergarten, ein Anruf des Meisterdenkers zur vorgerückter Geisterstunde und so weiter und so weiter ... Unverhoffte Begegnungen aus dem Reich der Anekdote stehen in der Winterausgabe der Zeitschrift für Ideengeschichte neben Universalgeschichten der Inspiration, Epiphanien neben Anschlüssen, Abgründiges neben Skurrilem.

 

Mit Beiträgen von Karl Heinz Bohrer, György Dragomán, Philipp Felsch, Leonhard Horowski, Michael Krüger, Carola Lenz, Christian Meier, Sibylle Lewitscharoff und einem Essay von Friedrich Wilhelm Graf über die Unverhoffte Begegnung von Jürgen Habermas mit der Religion.

Cover ZIG, Heft XIV/1 Frühjahr 2020
Cover ZIG, Heft XIV/1 Frühjahr 2020

Heft XIII/4 Winter 2019: Nur Gips

Cover ZIG, Heft XIII/4 Winter 2019
Cover ZIG, Heft XIII/4 Winter 2019

„Nur Gips“ – im Titel ruft die ZIG das Vorurteil eines lange unterschätzten Materials auf, um es sogleich ideenhistorisch zu konterkarieren. Seit jeher wurde der Gips für die Eigenschaften seiner präzisen Verarbeitung geschätzt; aber erst in den Ateliers der Moderne emanzipierte sich der Abguss zu einem autonomen künstlerischen Verfahren. Die Frühjahrsausgabe der ZIG spürt der langen Geschichte der "weißen Antike" nach und setzt einen der wichtigsten Werkstoffe der kulturellen Überlieferung neu ins Licht.

 

Mit Beiträgen von Ellen Strittmatter, Jens Hacke, Sonja Asal und vielen weiteren. 

Heft XIII/3 Herbst 2019: Widerstand

"Widerstand" - der Herbst der Zeitschrift für Ideengeschichte steht im Zeichen eines gewittrigen Begriffs. Unter seiner Fahne versammelt sich, was weltanschaulich scharf getrennt ist - die "Systemfeinde" von links wie rechts. Ein Dreivierteljahrhundert nach dem 20. Juli 1944, dem "Deutschen Widerstand", spürt die ZIG quer durch die Zeiten der Geschichte und Aktualität eines vielstrapazierten, politischen Konzepts nach. 


Mit Beiträgen von Petra Gehring, Florian Meinel, Danilo Scholz, Sandra Richter, Juliane Vogel und vielen weiteren.

Cover ZIG Heft XIII/3 Herbst 2019
Cover ZIG Heft XIII/3 Herbst 2019

Heft XIII/2 Sommer 2019: Die Wahrheit über Japan

Cover ZIG, Heft XIII/2 Sommer 2019
Cover ZIG, Heft XIII/2 Sommer 2019

Die "Wahrheit über Japan" äußert sich im Register der Kulturkritik. Kaum einer, der nicht glaubte, in Japan verloren Geglaubtes zu erkennen: lebendiges Heidentum und erotische Kulte, ungebrochene Antike oder ungeschiedene Natur, Geheimnis, Haltung, Poesie, Stil. Japan schien eine andere Moderne zu versprechen. Die Sommerausgabe der ZIG spürt diesem langen japonistischen Traum in der europäischen Geistesgeschichte nach.

Mit Beiträgen von Tilman Allert, Philipp Felsch, Karl Löwith, Kenichi Mishima, Vera Wolff und vielen weiteren.

Heft XIII/1 Frühjahr 2019: Adorno

"Adorno" – am Vorabend seines 50. Todestages begibt die ZIG sich in die heroische Epoche der Kritik. Das Heft spürt einem ästhetisch theoretischen Denken nach, das für seine Zeit unbedingte Geltung beanspruchen durfte – ohne Scheu vor dialektischen Beobachtungen und eigenen, großen Fragen. Wie sieht es mit der ideenpolitischen Praxis der kritischen Theoretiker aus? Wie verhält sich philosophische Kulturkritik zur intellektuellen Intervention und allgemeinen Expertise? Und was kann Kritik heute überhaupt noch ausrichten?

Mit Beiträgen von Carlos Spoerhase, Eva Geulen, Jens-Christian Rabe und vielen weiteren. 

Cover ZIG, XIII/1 Frühjahr 2019
Cover ZIG, XIII/1 Frühjahr 2019