Pressestimmen

Ich lasse dich nicht, also rauf mit dir!

Christian Geyer über die Ausstellung „Luthermania“ in der FAZ

 

„Eine hoch informierte, unspektakuläre Schau in Verbindung mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach und der Klassik Stiftung Weimar ist da in Wolfenbüttel zu sehen. … Bleibt zu sagen, dass diese Ausstellung sich nicht scheut, gegen manche protestantische Traditionsbildung den Stachel zu löcken, so wie dies Natalie Krentz in ihrer Studie über die frühe Reformation in Wittenberg gelang. Gegen die Luthermanie ist zum Glück kein Kraut gewachsen.“

 

Martin Luther-Ausstellung Wolfenbüttel – Der Stoff, aus dem die Anekdoten sind

Christian Schröder über die vom MWW-Forschungsverbund realisierte Ausstellung „Luthermania" in: Tagesspiegel, 30. Januar 2017

„Das Luther im Laufe seiner posthumen Würdigung zu einer Art Popstar wurde, ist 500 Jahre nach dem Thesenanschlag keine neue Erkenntnis. Aber so konsequent durchbuchstabiert wie in Wolfenbüttel wurde sie noch nie.”

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Jede Zeit hat ihren Luther

Jochen Stöckmann über die vom MWW-Forschungsverbund realisierte Ausstellung „Luthermania" auf: Deutschlandradio Kultur, 15. Januar 2017 

„Das ist die erste Lehre aus dieser wissenschaftlich soliden, aber eben auch sehr anschaulichen Präsentation: Weniges ist authentisch, vieles fabriziert. Der Zweifel wächst, man schaut noch mal genauer hin. Und bekommt wohl dosiert auch die nötigen Informationen [...] Jede Zeit hat ihren Luther. Das macht diese Ausstellung sichtbar."

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Schwarz vor Augen. Der Büchererotiker: Karl Wolfskehls Bibliothek

Patrick Bahners über das MWW-Forschungsprojekt „Autorenbibliotheken" in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. September 2016 

„Wolfskehls Lebensgefährtin Margot Ruben unternahm 1975 letzte Versuche, einen Käufer für den Gesamtbestand zu finden. Die von Wolfskehl gesammelten Bücher waren in ihren Augen sein wahres ‚Lebenswerk’, dessen Zerstreuung in alle Winde sie verhindern wollte. [...] Jetzt soll Wolfskehls Bibliothek wenigstens virtuell wieder zusammengeführt werden. In der Marbacher Reihe ‚Zeitkapsel’ berichteten Caroline Jessen und Dietrich Hakelberg über ein Forschungsunternehmen, an dessen Ende ein Katalog nicht nur der 1937 verkauften Bibliothek, sondern auch der Bücher stehen soll, die Wolfskehl sich nach Auckland schicken ließ oder dort erwarb, wo er im Kontakt mit Dichtern um die Caxton Press stand."

Dichter in der Fotofalle

Marc Reichwein über das MWW-Forschungsprojekt „Bildpolitik", in: Welt am Sonntag, 5. Juni 2016

Was lebt länger: Die Texte oder die Bilder, die uns die Schriftsteller hinterlassen? Das Deutsche Literaturarchiv beginnt gerade erst, seine visuellen Schätze zu heben. Eine Forschungsreise „Die Medien mögen sich geändert haben, aber ikonische Muster und Motive setzen sich fort. Im Forschungsverbund der drei führenden Literaturarchive Deutschlands – Marbach, Weimar, Wolfenbüttel (MWW) – ist es den Experten jetzt erstmals möglich, die Bildpolitik der Schriftsteller umfassend zu begreifen.”

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Adorno kam als Napoleon

Alexander Cammann über die „Zeitschrift für Ideengeschichte", in: Die Zeit, 12. Mai 2016

Die „Zeitschrift für Ideengeschichte" feiert ihr zehnjähriges Jubiläum: „Dass jedoch Ideen viel entscheidender, sie also nicht nur Ausdruck, sondern Triebfeder historischer Prozesse sein könnten, ist für coole Postideologen eine völlig fremd gewordene Vorstellung. Gegen diese Ignoranz reaktiviert die Zeitschrift für Ideengeschichte den Strom vergangener Gedanken und Einsichten, die berühmte oder randständige Denker diverser Epochen hatten, rekonstruiert Diskurse und durchleuchtet Form und Stil, überhaupt die materielle Basis von Theorien." 

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Altgier und Partys: die „Zeitschrift für Ideengeschichte"

Nils Markwardt über die „Zeitschrift für Ideengeschichte”, in: Der Freitag, 17. März 2016 

„Das Quartalsheft, das mit der aktuellen Ausgabe sein zehnjähriges Jubiläum feiert, gehört zu den wenigen Publikationen, die zwar einen wissenschaftlichen Anspruch hegen, sich aber nicht mit der intellektuellen Selbstkasernierung in Universitätsbibliotheken begnügen. Vielmehr verbindet das Magazin sonst so Gegensätzliches: akademische Akkuratesse mit schillernden Schreibstilen, archivarische Maulwurfsmentalität mit pointierter Gegenwartsdiagnostik.”
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Erstarrte Gedanken verflüssigen

Uwe Justus Wenzel über die „Zeitschrift für Ideengeschichte”, in: Neue Zürcher Zeitung, 10. Februar 2016

„Die ‚Zeitschrift für Ideengeschichte‘ bewegt sich seit bald zehn Jahren, munter und bisweilen mit überraschenden Entdeckungen aus den Archiven aufwartend, zwischen den verschiedensten geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen. Nicht ganz selten hat sie dabei, wie das zitierte erste Editorial es ankündigte, ‘Wege aus der falschen Alternative von Feuilleton oder Fachorgan’ gewiesen.” 
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Das Dorf dorft

Johan Schloemann über die Ausgabe „Das Dorf” der „Zeitschrift für Ideengeschichte”, in: Süddeutsche Zeitung, 18. Mai 2015

„Grund genug für ein hervorragendes Sommerheft der Zeitschrift für Ideengeschichte, der es immer wieder mal gelingt, aus dem Archiv heraus den Nerv der Zeit zu treffen. Zuerst muss ein Themenschwerpunkt „Das Dorf" natürlich die alte Enge beschwören, die bedrückende soziale Kontrolle im Nahbereich – doch bald schon landet man im berühmten „globalen Dorf”, erst per Eisenbahn und Auto, dann per Radio und Fernsehen, dann per Breitband-Anschluss und Smartphone."
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Der digitale Historiker – Zwischen Geschichte und Informatik

Johannes Kaufmann über das MWW-Projekt Aufbau einer virtuellen Forschungsumgebung, in: Wolfenbütteler Zeitung, 17. September 2014

„Forschungsbibliotheken wie die HAB verfügten über eine Vielzahl von Spezialdatenbanken, erklärt der 35-Jährige – etwa zu alten Drucken, Handschriften, Fotos oder Leichenpredigten. Diesen Daten seien für Nutzer oft schwer zugänglich. Doch es geht nicht nur um das Sammeln und Zusammenfügen von Daten, sondern auch um neue Werkzeuge für den Umgang mit diesen Informationen. Die Digitalisierung biete zum Beispiel die Möglichkeit von Wortanalysen in der Kombination mit Wörterbüchern. Büsten aus Weimar könnten in 3D präsentiert, digitalisierte Originalquellen den Editionen hinzugefügt werden, so Steyer. ‚Das macht Wissenschaft transparenter.’ Ein konkretes Beispiel für die Forschungsanwendung: ‚Man könnte die Ausbreitung eines falschen Goethe-Zitats durch die Veröffentlichungen nachverfolgen.’"