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Pressemitteilungen

01. September 2022

Goethes Bibliothek. Eine Sammlung und ihre Geschichte

Buchvorstellung am 7. September im Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek an der Klassik Stiftung Weimar

Goethes Privatbibliothek in seinem Wohnhaus am Weimarer Frauenplan gehört zu den prominentesten Autorenbibliotheken im deutschsprachigen Raum und ist nahezu vollständig erhalten. Sie zeigt die Arbeitsweise des Dichters, seine vielseitigen Interessen und sein umfassendes Netzwerk. Am 7. September, 18 Uhr, gibt Stefan Höppner in der Reihe »Lesen! Buchvorstellungen in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek« Einblick in seine Arbeit mit Goethes privater Bibliothek und stellt sein Buch Goethes Bibliothek. Eine Sammlung und ihre Geschichte vor, das im Juni erschienen ist. Höppner dokumentiert darin auf Basis bisher unveröffentlichter Archivalien und der digitalen Neukatalogisierung die Entstehung der Bibliothek und ihre Entwicklung als Sammlungsbestand an der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Dabei berücksichtigt er auch kulturelle, historische und politische Aspekte. So gelingt ihm ein neuer Blick auf Weimars berühmteste Autorenbibliothek. Es moderiert Barry Murnane (University of Oxford).

Stefan Höppner ist wissenschaftlicher Projektleiter der Fallstudie ›Goethe Digital. Eine Autorenbibliothek als Sammlungsraum‹ beim Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel. Er lehrt als außerplanmäßiger Professor Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Freiburg.

Stefan Höppner: Goethes Bibliothek. Eine Sammlung und ihre Geschichte. Klostermann Verlag. 39 €. ISBN: 978-3-465-04592-2

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 7. September, 18 Uhr, im Bücherkubus im Studienzentrum der Herzog Anna Amalia Bibliothek in Weimar statt. Der Eintritt ist frei.

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft Anna Amalia Bibliothek e.V.

13. Juni 2022

Games sammeln, archivieren und bereitstellen

Virtueller Workshop am 24. Juni

Die Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs erwirbt, erschließt und archiviert verstärkt interaktive Computerspiele mit narrativem Charakter oder solche Spiele, die Rezeptionsspuren zu Autor/-innen und literarischen Werken der deutschen Literatur aufweisen. Analog zur üblichen Sammelpraxis schließt die Erwerbung der Spiele auch die Sammlung von Kontextmaterialien – online, analog oder auf Datenträgern – mit ein. Die Archivierung und Bereitstellung des Mediums bringt für Archive, Bibliotheken und Museen ganz neue Herausforderungen mit sich, denen sich am 24. Juni der virtuelle Workshop ›Games sammeln, archivieren und bereitstellen‹ widmet. Nach kurzen Impulsvorträgen diskutieren die internationale Expert/-innen Adrienne Shaw, Tracy Arndt, Winfried Bergmeyer, Henner Hentsch, Henry Lowood u.v.w. über das Archivieren und Sammeln des Mediums Computerspiel.

Im Workshop werden Sammlungskonzepte und -kriterien unterschiedlicher Einrichtungen vorgestellt und verglichen. Dabei wird auch die Frage nach dem Sammelauftrag gestellt, ob zum Beispiel auch Skripte und andere Materialien archiviert und damit Gamedesigner/-innen mit ihren Vor- und Nachlässen in die Sammlungen miteinbezogen werden sollen. Neben technischen Aspekten des Archivierens widmet sich der Workshop den juristischen Fragen der Präsentation und des Bereitstellens und Zitierens von Computerspielen. In Hinblick auf das wachsende Datenuniversum digitaler und Linked-Open-Data-Projekte ist die Vereinheitlichung und Optimierung der Metadaten für Computerspiele von wachsender Bedeutung. Im Fokus der Diskussion stehen dabei bestehende Datenmodelle und die Frage, wie Computerspielsammlungen in bereits bestehende digitale Bibliothekskataloge implementiert werden können.

Mit Beiträgen von Adrienne Shaw (Philadelphia), Tracy Arndt (Leipzig), Winfried Bergmeyer (Berlin), Henner Hentsch (Köln) u.a.

Der Workshop findet per Zoom von 11–17.30 Uhr in englischer Sprache statt.

Infos zum Programm und Zoom-Link: https://www.dla-marbach.de/kalender/

In Verbindung mit der Stiftung Digitale Spielekultur.

2. Mai 2022

›Kunst und Memoria‹

Virtuelles Labor zum dinglichen Nachlass des Weimarer Nietzsche-Archivs

Die Fallstudie ›Kunst und Memoria‹ widmet sich dem dinglichen Nachlass des Weimarer Nietzsche-Archivs. Neben Nietzsche-Memorabilien und Kunstwerken gehört dazu auch die Einrichtung der Wohnräume im ersten Obergeschoss der ›Villa Silberblick‹. Das im Virtuellen Forschungsraum (VFR) veröffentlichte Labor führt ausgewählte Bestände über den Philo­sophen Friedrich Nietzsche (1844-1900) digital zusammen.

Anhand eines digitalen Fototisches, mit dem sich auf spielerische Weise Foto­grafien des Philosophen verknüpfen lassen, lässt sich die Entwicklung der Nietzsche-Ikonografie exemplarisch nachvollziehen. Ein 3D-Modell, erstellt von Felix Herbst und präsentiert mit freundlicher Genehmigung der Firma Prefrontal Cortex, zeigt moderne Erschließungsmöglichkeiten von Nietzsches Schreibkugel, einer Vorform der Schreibmaschine.

Im Projektverlauf werden weitere Bestände mit Metadaten erschlossen und in Form von Visualisierungen - insbesondere zur Darstellung der sammlungsbe­zogenen Räume im Weimarer Nietzsche-Archiv - im virtuellen Labor veröffent­licht.

Die ›Villa Silberblick‹ in Weimar war der letzte Wohnort des Philosophen, wo er am 25. August 1900 im Alter von 55 Jahren starb. Bereits zu Lebzeiten Nietzsches gründete seine Schwester Elisabeth das Nietzsche-Archiv und prägte damit den Nietzsche-Kult maßgeblich. 1956 wurde das Nietzsche-Archiv geschlossen, nach­dem die Handschriften schon zuvor in das Goethe- und Schiller-Archiv einge­gliedert wurden. Eine digitale Rekonstruktion von Nietzsches Sterbezimmer, die anhand historischer Fotografien erarbeitet wurden, kann demnächst mit der App Weimar+ entdeckt werden.

Seit 2013 bündeln das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Klassik Stiftung Weimar und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel ihre Forschungsaktivi­täten im Forschungsverbund MWW, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Ziel des Verbunds ist es, zukunftsweisende Im­pulse in der geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschung zu geben und da­bei aktuelle Ansätze für digitale Forschungsinfrastrukturen zu entwickeln.

Link zum Labor: https://vfr.mww-forschung.de/web/kunst-und-memoria

21. März 2022

›Sammler*innen, Sammlung, Netz‹

Tagung zu Netzimplikationen von Sammlungspraxis und Sammlungsforschung an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (30.3.01.04.)

Eine Sammlung trägt Objekte zusammen und verknüpft sie. Auch unterschiedliche Sammlungen werden miteinander verbunden. Heute werden Objekte mit Hilfe moderner Technologien in potenziell unendlichen Geflechten miteinander vernetzt. Inwiefern können digitale Verfahren diese Vernetzung von Sammlungen unterstützen? Die Tagung ›Sammler*innen, Sammlung, Netz‹ (30. März bis 1. April, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel) will die Akteure des Sammelns, Sammlungen und Sammlungsforschung mit Bezug auf das Netzmodell positionieren. Anhand von zeitgenössischen und historischen Fallstudien werden Sammlungen als vernetzte Konstellationen erkennbar. Außerdem versuchen die Teilnehmer*innen der Tagung, die eigene Wissensarbeit als Vernetzungspraxis performativ umzusetzen. Mit Beiträgen u.a. von Aline Deicke (Marburg), Fanny Stoye (Waldenburg), Torsten Röder (Halle a.d. Saale) und Stefan Laube (Wolfenbüttel).

Die Teilnahme vor Ort ist aufgrund der aktuellen Schutz- und Hygienebestimmungen den Beiträger*innen vorbehalten. Die Tagung kann online mitverfolgt werden, dabei besteht die Möglichkeit, sich mit Fragen und Kommentaren aktiv zu beteiligen.

Kontakt: Dr. Jörn Münkner (muenkner@hab.de)

Programm: https://www.mww-forschung.de/tagung-netz-und-sammlung

Gefördert von der Dr. Phil. Fritz Wiedemann-Stiftung.

28. Februar 2022

Neue Plattform für Open-Access-Bücher

Forschungsverbund MWW erhält Förderung für den Aufbau einer Open-Access-Publikationsplattform

Im Bereich des wissenschaftlichen Publizierens gewinnen Open-Access-Publikationen immer mehr an Bedeutung. Um diese Entwicklung aktiv mitzugestalten, baut der Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel (MWW) eine Plattform für nachhaltige Open-Access-Publikationen auf. Zusammen mit fünf weiteren internationalen Einrichtungen erhält der Verbund großzügige Unterstützung durch eine einjährige Förderung der Open-Source-Publikationssoftware Manifold. In Zusammenarbeit mit dem Wallstein Verlag werden in einem ersten Schritt Publikationen aus den derzeitigen Forschungsvorhaben erscheinen. Der erste Band wird 2023 verfügbar sein. Angeknüpft wird an die bereits etablierte Reihe ›Kulturen des Sammelns‹, die damit in eine Open-Access-Publikation geführt wird. Darüber hinaus sind zukünftig weitere Veröffentlichungen primär aus dem Bereich der (digitalen) Sammlungsforschung geplant. Diese können wahlweise hybrid oder online erscheinen.

Entwickelt von der University of Minnesota Press und dem Digital Scholarship Lab des Graduate Center der City University of New York und gefördert von der Andrew W. Mellon Foundation bietet Manifold eine zeitgemäße Open-Source-Publikationssoftware für die Veröffentlichung von Open-Access-Büchern. Durch eine intuitive Benutzeroberfläche, umfassende Medienunterstützung, eine integrierte feingliedrige Kommentierungsfunktion und benutzerdefinierte Anpassungsmöglichkeiten bietet Manifold eine attraktive Plattform für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Publikationen. Durch die im Verbund organisierte Langzeitarchivierung ist die nachhaltige Nutzung der Publikationen und Forschungsdaten gesichert.

Seit 2013 bündeln das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Klassik Stiftung Weimar und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel ihre Forschungsaktivitäten im Forschungsverbund MWW, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Ziel des Verbunds ist es, zukunftsweisende Impulse in der geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschung zu geben und dabei aktuelle Ansätze für digitale Forschungsinfrastrukturen zu entwickeln.

 

Kontakt: 
Dr. Torsten Kahlert 
Forschungsverbund MWW
Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel 
kahlert@hab.de

Kontakt:

Rica Burow 

Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit
presse@mww-forschung.de