Internationale Sommerschule 2015

Zwei Wochen lang, vom 26. Juli bis zum 7. August 2015, fand die Internationale Sommerschule von MWW am Deutschen Literaturarchiv Marbach statt. 20 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus zwölf verschiedenen Ländern diskutierten mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den USA, Russland, China und Deutschland über Konzepte von Weltliteratur und beleuchteten die Prämissen der gegenwärtigen literatur- und wissenschaftsgeschichtlichen Diskussion.

Was bedeutet es, Literatur im Spannungsverhältnis von Globalisierung und Regionalisierung, von Internationalisierung und Nationalisierung, von Zentrum und Peripherie zu diskutieren? In welchen Bezugsrahmen wird Literatur nicht nur geschrieben, vermarktet, übersetzt und rezipiert, sondern auch archiviert und gesammelt? Wie stark ist der Weltliteraturbegriff von der literarischen Moderne geprägt – welche Konzepte sind für Konstellationen vor der Goethezeit anwendbar?

Die Internationale Sommerschule griff die Problemstellungen gegenwärtiger Forschung auf und konfrontierte sie mit dem Archiv, der Bibliothek, dem Museum, mit Formen der Sammlung, Kategorisierung, Interpretation und Inszenierung von einzigartigen historischen Zeugnissen und Objekten.

Dozentinnen und Dozenten: Andrea Albrecht (Stuttgart), Zhao Baisheng (Peking), Alexander Belobratow (St. Petersburg), Mark Algee-Hewitt (Stanford), Fabian Lampart (Freiburg), Gerhard Lauer (Göttingen), Markus Messling (Potsdam), Sandra Richter (Stuttgart), Liliane Weissberg (Philadelphia) u. a.

Zum Programm gehörten zudem mehrere öffentliche Abendvorträge, die auf dieser Seite als Audiofiles zur Verfügung gestellt werden.