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Die Fragen stellte Nicole Alexander. Frau Gleixner, der Anthropologe Igor Kopytoff hat in seinem Essay „The Cultural Biography of Things“ die These aufgestellt, dass nicht nur Menschen eine Lebensgeschichte haben, sondern auch Dinge. Die Tagung „Biographien des Buches“ überträgt diese These auf das Buch. Worin manifestiert sich die Lebensgeschichte eines Buches oder...

Wer hat denn schon mal von Wolfenbüttel gehört? Diese Frage stellte sich mir, als ich über das Oxford German Network in Kooperation mit dem Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel (MWW) meine Zusage für eine achtwöchige Hospitanz an der Herzog August Bibliothek erhalten hatte. Alles, was ich bis dahin über diesen Ort wusste, war, dass dort ein hochprozentiger...

Das Interview führten Timo Steyer und Nicole Alexander. Frau Henny, Herr Andorfer, wie sind Sie zur Digitalen Editionswissenschaft gekommen? Ulrike Henny: Über ein DFG-Projekt, für das jemand gesucht wurde, der die digitale Edition der „Amoenitates Exoticae“ von Engelbert Kaempfer konzeptionell-technisch begleitet. Diese lateinische Schrift ist das Hauptwerk...

Herr Ajouri, der Workshop „Die Präsentation kanonischer Werke um 1900. Semantiken – Praktiken – Materialität“ verspricht einen neuen Blick auf den literarischen Kanon der Zeit um 1900. Was heißt das konkret? Kanonfragen wurden und werden ja in der Literaturwissenschaft häufig als Wertefragen diskutiert: Man versucht abzuschätzen, welche Werte durch den Kanon transportiert...

Während des zweitägigen Workshops des Forschungsprojekts „Bildpolitik. Das Autorenporträt als ikonische Autorisierung“, der am 21. und 22. September 2015 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg stattfand, trat aktuelle Verbundforschung in den Dialog mit eingeladenen Referentinnen und Referenten aus Freiburg und Mainz und stellte sich der Expertise des externen Fachbeirats. Welche...

Bei unserer Aufarbeitung von Goethes privaten Büchern und seiner Ausleihen aus der herzoglichen Bibliothek im Rahmen des MWW-Teilprojekts „Goethes Bibliotheken in Weimar“ stoßen wir immer wieder auf kleine, erzählenswerte Begebenheiten, die in der großen Literaturgeschichte keinen Widerhall gefunden haben. Hier ist der Ort, an dem wir über seltene Handschriften,...

Frankfurt am Main, Februar 1932. Professor Tillich lädt zur Kostümparty, und alle schmeißen sich in Fummel. Adorno kommt als Napoleon, Dolf Sternberger mit Toga und Lorbeerkranz, Kurt Riezler im Braunhemd der SA. Noch ist alles Unschuld und ein großes Spiel. Auch die Begriffe kostümieren sich, nehmen eine andere Farbe an, entfremdeten sich von der Semantik des Seminars. «Werdet...

Frau Asal, Ihre jetzige Tätigkeit im Wissenschaftsmanagement hat Sie sehr weit von der Forschung entfernt. Bedauern Sie das manchmal?  Überhaupt nicht. Wissenschaftsmanagement ist ein Berufsfeld, das sich in den vergangenen Jahren insbesondere im Zusammenhang mit der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder stark erweitert hat und zunehmend an Attraktivität gewinnt....

Der Rahmen ist nach den ästhetischen Theorien von Kant und Derrida, aber auch in der soziologischen Terminologie von Goffman, ein rezeptionssteuerndes Mittel. Die Trennung vom Eigentlichen des Kunstwerks, wie sie Derrida an Kants Konzeption kritisierte, zeigte sich auch im Workshop als schwierig. Vielmehr geht es um eine jeweilige Perspektivierung; es steht letztlich dem Rezipienten...

Herr Kamzelak, wird die Editionswissenschaft durch digitale Verfahren internationaler und interdisziplinärer? Ein kleines Ja, denn die Editionswissenschaft war schon immer interdisziplinär und international. Aber ja, wie alle Wissenschaften wird auch die Editionsphilologie globaler. Wie kann die Nachhaltigkeit von digitalen Editionen in einem fluiden Medium wie dem...

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