Jeanne d’Arc, Faust und 68er-Bewegung

Ursula Kundert im Gespräch mit Stephanie Wodianka

In der Moderne kann fast „alles zum Mythos werden“, behauptet das „Metzler Lexikon moderner Mythen“, das eine Auswahl von Personen, Figuren und Ereignisse analysiert, die in der Zeit vom 19. Jahrhundert bis heute mythische Qualität erreicht haben. Aber wie und wo können sich solche neuen Mythen nachhaltig durchsetzen, sich gegenüber bereits kanonisierten, zum Teil jahrtausendealten behaupten, sich sogar aus ihnen nähren oder, im Gegenteil, alte Sinnstiftungen löschen?

Lexikon-Herausgeberin Stephanie Wodianka. Foto: Anne-Katrin Hapke

Ursula Kundert, Leiterin des MWW-Forschungsprojekts „Text und Rahmen. Präsentationsmodi kanonischer Werke“, hat die Mitherausgeberin des „Metzler Lexikon moderner Mythen“, Stefanie Wodianka, getroffen und mit ihr über diese Fragen gesprochen – und darüber, ob das Nachschlagewerk an einem kanonischen Bild der Moderne mitmalt. Ein Interview zum Anhören.

 

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Dr. Stephanie Wodianka ist Professorin für französische und italienische Literaturwissenschaft an der Universität Rostock. Das „Metzler Lexikon moderner Mythen” hat sie 2014 zusammen mit Juliane Ebert herausgegeben. Vor dem Lexikon-Projekt beschäftigte sie sich insbesondere in ihrer Monografie „Zwischen Mythos und Geschichte. Ästhetik, Medialität und Kulturspezifik der Mittelalterkonjunktur” intensiv mit Mythos- und Gedächtnistheorien sowie mit der Mythosgeschichte am Beispiel Jeanne d’Arcs und der Matière de Bretagne.

PD Dr. Ursula Kundert ist Privatdozentin für Deutsche Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und wissenschaftliche Leiterin des MWW-Forschungsprojekts „Text und Rahmen. Präsentationsmodi kanonischer Werke”.


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