Bilder, Texte, Orte

Workshop des Forschungsprojekts „Bildpolitik“

Mal klassisch, mal kryptisch, mal ironisch: Alfred Döblin ließ sich auf Fotos ganz unterschiedlich inszenieren – und stellte diese Inszenierungen seiner Autorschaft gleich wieder infrage. Einen wunderbaren Fundus, um das komplexe Verhältnis des berühmten Schriftstellers zum eigenen Bild zu erforschen, bietet die Marbacher Foto-Sammlung Döblins, so die Leiterin des MWW-Forschungsprojekts "Bildpolitik" Ellen Strittmatter in ihrem Vortrag „Bildpolitik und Poetik“, gehalten im Rahmen des Workshops "Bilder, Texte, Orte".

 

Enge Verflechtung zwischen Text und Bild: Das autobiographische Buch „Alfred Döblin. Im Buch – Zu Haus – Auf der Straße“, erschienen 1928 zum 50. Geburtstag des Schriftstellers. © DLA

Während des zweitägigen Workshops des Forschungsprojekts „Bildpolitik. Das Autorenporträt als ikonische Autorisierung“, der am 21. und 22. September 2015 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg stattfand, trat aktuelle Verbundforschung in den Dialog mit eingeladenen Referentinnen und Referenten aus Freiburg und Mainz und stellte sich der Expertise des externen Fachbeirats. Welche Rolle, so die zentrale Frage, spielen die Erscheinungsorte von Autorenporträts des 16. bis 20. Jahrhunderts für deren Funktionalität und Rezeption?

Die thematische und zeitliche Spannbreite der Vorträge und Gespräche reichte von frühen Markenbildungsprozessen im Lutherporträt über die Goethe-Porträts in den Huldigungsbildern des Weimarer Jubiläumsjahres 1825 bis hin zur bereits erwähnten Döblin'schen Bildersammlung.

Dabei griff der Workshop auch Impulse aus anderen Projekten der aktuellen Porträt-Forschung auf. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse dieser konzentrierten Werkstatt-Gespräche bietet der Workshop-Bericht