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"Revolution der Klassiker-Ausgabe"

Die Fragen stellte Nicole Alexander

Vom 14. bis 16. Januar 2016 findet am Deutschen Literaturarchiv Marbach der öffentliche Workshop „Die Präsentation kanonischer Werke um 1900“ des MWW-Forschungsprojekts „Text und Rahmen“ statt. Ein Gespräch mit Tagungsleiter Philip Ajouri über die Bedeutung der deutschen Klassiker für den Buchmarkt um 1900, den neuen Verleger-Typus der Jahrhundertwende und seine persönliche Lieblingsausgabe aus dieser Zeit.

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Mit der "Großherzog Wilhelm Ernst"-Ausgabe schuf der Kunstmäzen Harry Graf Kessler 1904 einen neuen Buchtyp, der bis heute sofort als Klassiker-Ausgabe erkannt wird. © DLA Marbach

Bilder, Texte, Orte

Workshop des Forschungsprojekts „Bildpolitik“

Mal klassisch, mal kryptisch, mal ironisch: Alfred Döblin ließ sich auf Fotos ganz unterschiedlich inszenieren – und stellte diese Inszenierungen seiner Autorschaft gleich wieder infrage. Einen wunderbaren Fundus, um das komplexe Verhältnis des berühmten Schriftstellers zum eigenen Bild zu erforschen, bietet die Marbacher Foto-Sammlung Döblins, so die Leiterin des MWW-Forschungsprojekts "Bildpolitik" Ellen Strittmatter in ihrem Vortrag „Bildpolitik und Poetik“, gehalten im Rahmen des Workshops "Bilder, Texte, Orte".

 

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Enge Verflechtung zwischen Text und Bild: Das autobiographische Buch „Alfred Döblin. Im Buch – Zu Haus – Auf der Straße“, erschienen 1928 zum 50. Geburtstag des Schriftstellers. © DLA

Weimarer Verwirrspiel

Von Stefan Höppner

1779 lernte Goethe in der Schweiz den Prediger Georg Christoph Tobler kennen, zwei Jahre später begegneten sich die beiden in Weimar wieder. Als 1782/83 Toblers rhapsodischer Text „Die Natur“ im „Tiefurter Journal“ erschien, hielten die meisten Goethe für den Verfasser. Ein Irrtum, dem selbst die renommierte Zeitschrift „Nature“ in ihrer ersten Ausgabe 1869 aufsaß – und an dem der große Dichter keinen geringen Anteil hatte.

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"By Goethe": Toblers Text wurde 1869 in der Zeitschrift "Nature" abgedruckt – und Goethe zugeschrieben. © Nature Publishing Group

Die Party


Von Jens Hacke und Stephan Schlak

In diesen Tagen erscheint die Winter-Ausgabe der "Zeitschrift für Ideengeschichte" mit dem Titel "Die Party". Das Heft entwirft einen Reigen wilder Party-Szenen und spürt so den 'Dark Rooms' der Ideengeschichte nach. Mit Beiträgen von Aleida Assmann, Heinz Bude, Hans Magnus Enzensberger, Philipp Felsch, Petra Gehring, Friedrich Wilhelm Graf, Ellen Strittmatter und vielen weiteren.

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Das Cover von Heft IX/4 Winter 2015 der "Zeitschrift für Ideengeschichte"

"MWW als eigenständige Größe etablieren"

Vor gut zwei Jahren, Anfang September 2013, startete der Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel (MWW) in seine erste fünfjährige Förderphase. Im Interview erzählt Sonja Asal, Geschäftsführerin von MWW, welche Ziele sie sich für die nächsten Jahre gesetzt hat, was sie am Wissenschaftsmanagement reizvoll findet und inwiefern sich die Rolle von Bibliotheken und Archiven gewandelt hat.

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Geschäftsführerin Sonja Asal bei der Auftaktveranstaltung für den Forschungsverbund MWW am 19. Mai 2014 in der Thüringer Landesvertretung in Berlin. (c) Susanne Schleyer/autorenarchiv.de

Rahmungen

Tagungsbericht von Hanne Grießmann

„Rahmungen. Präsentationsformen kanonischer Werke“ war der erste Workshop in der vierteiligen Reihe des Projektes „Text und Rahmen. Präsentationsmodi kanonischer Werke“. Die Tagungsleitenden Philip Ajouri, Ursula Kundert und Carsten Rohde diskutierten an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel vom 29. bis 31. Juli 2015 mit Vortragenden und Gästen verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen die theoretischen Zugänge Materialität, Paratext, Textkonstitution und Sammlungskritik zu Phänomenen des Kanonischen.

 

 

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Unzweifelhaft kanonisch: Goethes "Faust", hier der Beginn vom "Vorspiel auf dem Theater".

Wie sieht die digitale Edition der Zukunft aus, Herr Kamzelak?

Am 2. November 2015 beginnt die dreitägige Tagung „Digitale Metamorphose: Digital Humanities und Editionswissenschaft“, die von der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (HAB) im Rahmen von MWW veranstaltet wird. Anlass für ein Kurzinterview mit Tagungsleiter Roland S. Kamzelak über Nachhaltigkeit im Internet und eindrucksvolle digitale Werkausgaben.

 

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Ruhm – Vom Wandern einer Idee durch die Moderne

Ursula Kundert im Gespräch mit Dirk Werle

"Ruhm und Moderne. Eine Ideengeschichte (1750-1930)" heißt das Buch, das der Literaturwissenschaftler Dirk Werle im vergangenen Jahr veröffentlicht hat. Ursula Kundert hat den Autor getroffen und mit ihm über sein neuestes Werk gesprochen. Ein Interview zum Anhören.

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Der Literaturwissenschaflter Dirk Werle. © Leonhard Herrmann

MWW goes Washington

Von Stefan Höppner

Die Jahrestagung der German Studies Association (GSA) ist die größte germanistische Tagung Nordamerikas. In diesem Jahr kamen vom 1. bis zum 4. Oktober über tausend Wissenschaftler in der US-Hauptstadt Washington zusammen, um sich über ihre neuesten Erkenntnisse zur deutschen Kultur und Geschichte auszutauschen. Eine ideale Bühne für den Forschungsverbund MWW, der sich mit einer eigenen Sektion zum Thema „Forschen in Sammlungen“ der Scientific Community präsentierte.

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Blick vom Washington Memorial zum Lincoln Memorial. © Stefan Höppner

Handschriftliche Vielfalt im Griff der spitzen Klammern

Von Hanne Grießmann

Es ist eine Herausforderung – aber sie lohnt sich: Im Rahmen des Forschungsprojekts „Text und Rahmen“ werden mittelalterliche und frühneuzeitliche Psalmenhandschriften und -drucke durch die Kodierung nach TEI-Richtlinien maschinenlesbar gemacht. Auf dieser digitalen Grundlage können die erfassten Texte mit Hilfe von Computern analysiert und über Fachgrenzen hinweg genutzt werden. Ein Werkstattbericht.

 

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Der zweisprachige Psalter Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Cod. Guelf. 81.10 Aug. 2° ist eine der spätmittelalterlichen Handschriften, die im Projekt "Mediengeschichte der Psalmen" nach TEI-Richtlinien kodiert werden.