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MWW Goes San Diego

Von Stefan Höppner

Zum zweiten Mal in Folge nahm MWW mit einem eigenen Panel an der Tagung der German Studies Association (GSA) teil. Ihr Jahreskongress tagt jedes Jahr in einer anderen US-amerikanischen Stadt und zieht über 1.000 Teilnehmer an. Im November 2016 führte es diese nach San Diego.

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Die Skyline von San Diego ©Pixabay

Die Provokation der Bücher

Von Caroline Jessen

Im Diskurs über das „Erbe“ einer in Deutschland nach 1933 zerstörten jüdischen Kultur nehmen Bücher eine prominente Stellung ein. Gerade in Israel sind die Überreste der Bibliotheken, die Juden aus Europa nach Palästina transferierten, Zeichen einer Lesekultur in Vergangenheitsform – und zugleich eine latente Überforderung der Erinnerung.

 

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Überreste: deutschsprachige Bücher in Haifa. Foto: Caroline Jessen

Fernrohre in die Vergangenheit

Von Jörn Münkner und Jaqueline Krone

Beim alljährlichen Zukunftstag der Herzog August Bibliothek lernen Schülerinnen und Schüler verschiedene Arbeitsbereiche der Forschungseinrichtung in Wolfenbüttel kennen. Auch das MWW-Projekt „Autorenbibliotheken“ bekam in diesem Jahr Besuch: Vier wissbegierige Gymnasiasten tauchten ein in die Welt der Bücher – und bewiesen viel Sinn dafür, wie sich ihnen Erkenntnisse über ihre früheren Besitzer entlocken lassen.

 

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Forschung trifft Schule: Jaqueline Krone (HAB, links im Bild) und Jörn Münkner (MWW, rechts) mit ihren Gästen Paul, Johann, Tom and Maximilian. Photo: Sandra Ullmann

Glückloses Stück

Von Stefan Höppner

Goethes Libretto „Claudine von Villa Bella“ ist bis heute weitgehend unbekannt – dabei wurden Teile daraus von Beethoven, Brahms und Hugo Wolf vertont. Der 18-jährige Franz Schubert komponierte sogar eine komplette Oper, die leider verloren gegangen ist. Nicht viel besser erging es dem hessischen Komponisten Peter Müller, der seine fertige „Claudine“ 1825 nach Weimar schickte – und zwei Jahre lang vergebens auf eine Reaktion wartete.

 

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Eine einfache kleine Geschichte: Goethes Libretto "Claudine von Villa Bella", hier die Titelseite einer Ausgabe von 1780. © Archiv Theater-, Film- und Medienwissenschaften der Universität Wien

Weimarer Verwirrspiel

Von Stefan Höppner

1779 lernte Goethe in der Schweiz den Prediger Georg Christoph Tobler kennen, zwei Jahre später begegneten sich die beiden in Weimar wieder. Als 1782/83 Toblers rhapsodischer Text „Die Natur“ im „Tiefurter Journal“ erschien, hielten die meisten Goethe für den Verfasser. Ein Irrtum, dem selbst die renommierte Zeitschrift „Nature“ in ihrer ersten Ausgabe 1869 aufsaß – und an dem der große Dichter keinen geringen Anteil hatte.

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"By Goethe": Toblers Text wurde 1869 in der Zeitschrift "Nature" abgedruckt – und Goethe zugeschrieben. © Nature Publishing Group

Geschichtsbücher für die lutherische Sache

Von Dietrich Hakelberg

In der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel ist einer der ältesten gedruckten Bibliothekskataloge entdeckt worden. Der Einblattdruck von 1575 verzeichnet eine großzügige Schenkung mit Hintersinn.

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Einzigartiger Katalog in Plakatform: der Einblattdruck von 1575, auf dem die Bücherschenkung Carl Wolfgang Rehlingers an die Augsburger Prediger verzeichnet ist [Augsburg: Valentin Schönig, 1575]. (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel: Bc Kapsel 19 [7]).

Ein unzureichender Schutzwall gegen die Zeitläufte – Stefan Zweigs letzte Bücher in der Stadtbibliothek von Petrópolis

Susanna Brogi

„Er hat sich verschanzt in seinem Turm, er hat den Wall seiner tausend Bücher zwischen sich und den Lärm gestellt“, schreibt Stefan Zweig in seinem Fragment gebliebenen Essay Montaigne während der letzten Etappe seines Exils, das ihn im August 1941 ins brasilianische Petrópolis geführt...

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