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Digitales Publizieren – eine Reise ins Ungewisse?

Von Constanze Baum und Timo Steyer

Viele Geisteswissenschaftler schrecken davor zurück, ihre Forschungsergebnisse im Internet zu veröffentlichen. Dabei bietet digitales Publizieren enorme Chancen. Darauf macht eine neue Arbeitsgruppe des Vereins Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd), der auch zwei MWW-Mitarbeiter angehören, aufmerksam.

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Manch vermeintliches Ungeheuer entpuppt sich bei näherem Hinsehen als reines Phantasiegebilde – das sollten sich heutige Geisteswissenschaftler von den Seefahrern der Frühen Neuzeit gesagt sein lassen (Typus Cosmographi, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel).

Die Lehre des westafrikanischen Stachelschweins

Von Timo Steyer

Drei Jahre lang haben Geisteswissenschaftler und IT-Experten im Forschungsverbund „Digital Humanities“ zusammengearbeitet – nun fand in Göttingen die Abschlusskonferenz statt. MWW-Mitarbeiter Timo Steyer war dort – und entdeckte viele Berührungspunkte zu seiner Tätigkeit im Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel.

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Mit Semantic Web Technologien lassen sich verschiedene Ressourcen virtuell verbinden – hier zu sehen am Beispiel der Beschreibung des westafrikanischen Stachelschweins im Rahmen des Projekts "Semantic Blumenbach". Bild entnommen aus der Powerpoint-Präsentation über das Projekt von Dr. Jörg Wettlaufer. Verfügbar unter: www.digihum.de/agep/docs/wettlaufer_agep_2014.pdf [Eingesehen am 5.6.2015]

„Gerunzelte Stirn und Hand am Kinn“

Von Hole Rößler

Schülerinnen und Schüler lernten beim Zukunftstag der Herzog August Bibliothek das Projekt „Bildpolitik“ kennen – und bewiesen ein feines Gespür für die Glaubwürdigkeit eines Autorenporträts.

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F. W. Brandshagen: Hermann Hamelmann. Aus: Opera Genealogico-Historica de Westphalia & Saxonia Inferiori. Lemgo: Meyer, 1711 (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, A 8771).

Keine Randbemerkung. Nirgends – Petrarcas Psalmen ringen um Anerkennung

Von Ursula Kundert

Die biblischen Psalmen sind wohl dasjenige Werk, das am häufigsten abgeschrieben, gedruckt, zitiert, kommentiert, übersetzt, bearbeitet und nachgeahmt wurde. All dies geschieht im Mittelalter in eigenen Texten, aber auch sehr häufig zwischen den Zeilen und auf dem Rand. Dies und mehr...

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Francesco Petrarca, Psalmi penitentionales, Marcus Brandis, Leipzig ca. 1485. Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, S 378. 8° Helmst., o. S.

Workshop "Bild & Text"

Hole Rößler

Im Historischen Museum am Hohen Ufer Hannover befindet sich heute ein Blatt, das als Sonderfall der vielfältigen Verschränkungen von Text und Bild im Porträt gelten darf. Es handelt sich um ein Porträt von Herzog August d.J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) von der Hand Heinrich...

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Historisches Museum am Hohen Ufer Hannover, Bildarchiv, WM XXX, I (6) (mit freundlicher Genehmigung des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover).

Der Erfinder des Augenblicks – Eine Verteidigung des Sprachkritikers Philipp von Zesen

Joanna Raisbeck

1678 erschien der Druckband Wohlgegründete Bedenkschrift über die Zesische Sonderbahre Ahrt Hochdeutsch zu Schreiben und zu Reden des Rostocker Rhetorik-Professors Andreas Daniel Habichthorst. Während meines Aufenthalts in Wolfenbüttel arbeitete ich im Rahmen des Forschungs- und...

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Der Dichter Philipp von Zesen auf einem Gemälde des niederländischen Malers Gerard de Lairesse aus dem Jahr 1682 (Kassel, Staatliche Kunstsammlungen, Schloss Wilhelmshöhe © Bildarchiv Foto Marburg)

Interview mit Valentin Groebner

Hole Rößler

Das Forschungsprojekt "Bildpolitik – Das Autorenporträt als ikonische Autorisierung" beginnt ein neues Format: "Bildpolitik im Gespräch". Erster Interviewpartner der Forschergruppe ist Valentin Groebner. Er lehrt seit März 2004 als Professor für Geschichte des Mittelalters und der...

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Valentin Groebner porträtiert von einem Neunjährigen.

Feuerspeiende Drachen auf Schaumstoffkeilkissen – Vom Umgang mit einem Psalter

Friederike Wolpert

Im Lesesaal der Bibliotheca Augusta – dem Hauptbibliotheksgebäude der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel – wird mit den handschriftlichen Beständen der Forschungsbibliothek gearbeitet. Ich habe mir Cod. Guelf. 1147 Helmst., ein Psalterium und Gebetbuch aus dem 15. Jahrhundert,...

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Ein Ausschnitt mit Drache und Initiale aus Cod. Guelf. 1147 Helmst., einem Psalter aus dem 15. Jahrhundert.

Die Hündin lechzt und der Hirsch röhrt - Wie Bilder das Verständnis von Psalmen beeinflussen

Ursula Kundert

In der praktischen Übersetzungsarbeit ist die Brücke zwischen Vorlagentreue und zeitgemäßer Sprache nicht immer leicht zu schlagen. Vorlagentreue bedeutet gerade bei den poetischen Büchern der Bibel, wie den Psalmen, eben auch, die formale Gestaltung, das Lyrische, auszudrücken. Der...

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Veranstaltungsplakat zum Konzert vom 24. Oktober 2011 des Kammerchors Nordhessen mit Vertonungen des Psalmverses 42,2 nach Luther und englischen Übersetzungen am 9. Juli 2014.