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Siegfried Kracauer zwischen den Stühlen – Randnotizen zu seinem sozialen Netzwerk in Amerika

Von Christina Zimmermann

Zweimal im Jahr schreibt der Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel Stipendien für die Digital Humanties aus. Die Stipendiatin Christina Zimmermann verbrachte im Sommer 2017 drei Monate im Deutschen Literaturarchiv in Marbach und arbeitete zu "Kracauer's Theory of Film – the Murmur of Actual Occasions". In ihrem Beitrag formuliert sie Überlegungen zur Netzwerkbildung Kracauers in Amerika.

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Nachlass Siegfried Kracauer © Deutsches Literaturarchiv Marbach

Die Provokation der Bücher

Von Caroline Jessen

Im Diskurs über das „Erbe“ einer in Deutschland nach 1933 zerstörten jüdischen Kultur nehmen Bücher eine prominente Stellung ein. Gerade in Israel sind die Überreste der Bibliotheken, die Juden aus Europa nach Palästina transferierten, Zeichen einer Lesekultur in Vergangenheitsform – und zugleich eine latente Überforderung der Erinnerung.

 

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Überreste: deutschsprachige Bücher in Haifa. Foto: Caroline Jessen

Wie sieht die digitale Edition der Zukunft aus, Herr Kamzelak?

Am 2. November 2015 beginnt die dreitägige Tagung „Digitale Metamorphose: Digital Humanities und Editionswissenschaft“, die von der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (HAB) im Rahmen von MWW veranstaltet wird. Anlass für ein Kurzinterview mit Tagungsleiter Roland S. Kamzelak über Nachhaltigkeit im Internet und eindrucksvolle digitale Werkausgaben.

 

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„Endlich sehe ich mich als Wissenschaftlerin“

Von Xiaocui Qiu

Wer über Hans Magnus Enzensberger forscht, kommt irgendwann nach Marbach. Xiaocui Qiu ist aus China angereist. Im Rahmen der Internationalen Sommerschule 2015 von MWW zum Thema „World Literature, Global Archives“ hat sie zwei Wochen im Deutschen Literaturarchiv verbracht und Enzensbergers Manuskripte in Händen gehalten. Hier erzählt sie vom Glück, in einer Schatzkammer der Literatur zu sein.

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Sommerschülerin Xiaocui Qiu, im Hintergrund das Literaturmuseum der Moderne. (c) Nicole Alexander

„In Marbach atme ich Literatur“

Von Amira Fetian

Aus Ägypten ist Amira Fetian Ende Juli 2015 nach Schwaben gekommen, um an der zweiwöchigen Internationalen Sommerschule von MWW zum Thema „World Literature, Global Archives“ am Deutschen Literaturarchiv Marbach teilzunehmen. Ein Reisebericht.

 

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Amira Saad vor dem Schiller-Nationalmuseum in Marbach. (c) Nicole Alexander

„Marbach macht süchtig“

Ein Interview mit Liliane Weissberg

Seit vielen Jahren ist Liliane Weissberg Dozentin der Internationalen Sommerschule am Deutschen Literaturarchiv Marbach, die in diesem Jahr erstmals im Rahmen von MWW stattfand. Mit der deutsch-amerikanischen Literaturwissenschaftlerin sprachen wir über Grenzüberschreitungen in Archiven, Herausforderungen bei der Dissertationsberatung und ihre Wünsche für die nächsten Internationalen Sommerschulen in Weimar und Wolfenbüttel.

 

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Die Literaturprofessorin Liliane Weissberg lehrt an der University of Pennsylvania. © Nicole Alexander

„Ein grossartiges internationales Gespräch“

Ein Interview mit Sandra Richter

Derzeit findet am Deutschen Literaturarchiv Marbach im Rahmen von MWW eine zweiwöchige Internationale Sommerschule zum Thema „World Literature, Global Archives“ statt. Ein Gespräch mit Sandra Richter, Literaturprofessorin an der Universität Stuttgart und Dozentin der Sommerschule, über Goethes ambivalente Sicht auf das Phänomen der Weltliteratur, den Schriftsteller als hybrides Wesen und die Neugier der Stipendiatinnen und Stipendiaten auf deutsche Gegenwartsautoren.

 

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Die Stuttgarter Literaturprofessorin Sandra Richter (© Nicole Alexander)

Ein unzureichender Schutzwall gegen die Zeitläufte – Stefan Zweigs letzte Bücher in der Stadtbibliothek von Petrópolis

Susanna Brogi

„Er hat sich verschanzt in seinem Turm, er hat den Wall seiner tausend Bücher zwischen sich und den Lärm gestellt“, schreibt Stefan Zweig in seinem Fragment gebliebenen Essay Montaigne während der letzten Etappe seines Exils, das ihn im August 1941 ins brasilianische Petrópolis geführt...

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„konkurrieren sie hiemit ?“ - Ein Verlegerwettstreit um 1900

Philip Ajouri

Lange Jahre galt Goethes Romanfragment Wilhelm Meisters theatralische Sendung (entstanden 1777-1785) als verloren. Gefunden wurde es im Dezember 1909 in Zürich, nachdem ein Schüler im Unterricht seinem Lehrer ein Manuskript mit der Frage gezeigt hatte, ob das wohl etwas von Bedeutung sei....

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Welche Rolle spielen rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen bei der Herausgabe von Klassikern um 1900? Im Archiv des Insel Verlags findet sich ein Telegramm, das beispielhaft davon Zeugnis ablegt. Es zeigt, mit welchem Einsatz damals um das Recht g
Welche Rolle spielen rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen bei der Herausgabe von Klassikern um 1900? Im Archiv des Insel Verlags findet sich ein Telegramm, das beispielhaft davon Zeugnis ablegt. Es zeigt, mit welchem Einsatz damals um das Recht gekämpft wurde, einen Goethe-Text erstmals publizieren zu können. (Telegramm von Adolf Kaegi an Anton Kippenberg, 17.3.1910, Deutsches Literaturarchiv Marbach, A:Insel).