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Workshop "Bild & Text"

Hole Rößler

Im Historischen Museum am Hohen Ufer Hannover befindet sich heute ein Blatt, das als Sonderfall der vielfältigen Verschränkungen von Text und Bild im Porträt gelten darf. Es handelt sich um ein Porträt von Herzog August d.J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) von der Hand Heinrich...

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Historisches Museum am Hohen Ufer Hannover, Bildarchiv, WM XXX, I (6) (mit freundlicher Genehmigung des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover).

Budapest, Belgrád rakpart 2 – Ein Abend mit Ágnes Heller über Kommissar Lukács

Stephan Schlak

Budapest, Winter 1956 – “Jetzt freue ich mich einfach darüber, dass Sie gesund sind.” Mit diesem Seufzer der Erleichterung beginnt die junge 27jährige Philosophin Ágnes Heller ihren ersten Brief an ihren akademischen Mentor und Lehrer, den “teuren Genossen Lukács”. Ein Briefwechsel auf...

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Georg Lukacs‘ berühmter Schreibtisch, auf dem griffbereit Zigarre und Kalender liegen. Die Wohnung in einem Mietshaus an der Donau wurde 1972 von der Ungarischen Akademie der Wissenschaften übernommen und kann noch heute besichtigt werden.

Der Erfinder des Augenblicks – Eine Verteidigung des Sprachkritikers Philipp von Zesen

Joanna Raisbeck

1678 erschien der Druckband Wohlgegründete Bedenkschrift über die Zesische Sonderbahre Ahrt Hochdeutsch zu Schreiben und zu Reden des Rostocker Rhetorik-Professors Andreas Daniel Habichthorst. Während meines Aufenthalts in Wolfenbüttel arbeitete ich im Rahmen des Forschungs- und...

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Der Dichter Philipp von Zesen auf einem Gemälde des niederländischen Malers Gerard de Lairesse aus dem Jahr 1682 (Kassel, Staatliche Kunstsammlungen, Schloss Wilhelmshöhe © Bildarchiv Foto Marburg)

Ein unzureichender Schutzwall gegen die Zeitläufte – Stefan Zweigs letzte Bücher in der Stadtbibliothek von Petrópolis

Susanna Brogi

„Er hat sich verschanzt in seinem Turm, er hat den Wall seiner tausend Bücher zwischen sich und den Lärm gestellt“, schreibt Stefan Zweig in seinem Fragment gebliebenen Essay Montaigne während der letzten Etappe seines Exils, das ihn im August 1941 ins brasilianische Petrópolis geführt...

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Auf Wiedersehen Weimar!

Alexander Mortimore

Ein sehr angenehmer und bereichernder Aufenthalt in Weimar geht zu Ende. Wie schon das alte englische Sprichwort sagt: Wenn man Spaß hat, vergeht die Zeit wie im Flug. Bin ich nicht gerade eben erst in Erfurt gelandet?

Seit meinem letzten Blogeintrag bin ich mit Kollegen aus der Klassik...

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Goethes „Home-Office"

Interview mit Valentin Groebner

Hole Rößler

Das Forschungsprojekt "Bildpolitik – Das Autorenporträt als ikonische Autorisierung" beginnt ein neues Format: "Bildpolitik im Gespräch". Erster Interviewpartner der Forschergruppe ist Valentin Groebner. Er lehrt seit März 2004 als Professor für Geschichte des Mittelalters und der...

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Valentin Groebner porträtiert von einem Neunjährigen.

Feuerspeiende Drachen auf Schaumstoffkeilkissen – Vom Umgang mit einem Psalter

Friederike Wolpert

Im Lesesaal der Bibliotheca Augusta – dem Hauptbibliotheksgebäude der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel – wird mit den handschriftlichen Beständen der Forschungsbibliothek gearbeitet. Ich habe mir Cod. Guelf. 1147 Helmst., ein Psalterium und Gebetbuch aus dem 15. Jahrhundert,...

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Ein Ausschnitt mit Drache und Initiale aus Cod. Guelf. 1147 Helmst., einem Psalter aus dem 15. Jahrhundert.

3D-Modelle als Werkzeug für die Geisteswissenschaften

Swantje Dogunke

 

Digitale 3D-Modelle können für die Präsentation von Ergebnissen aus den Projekten des Forschungsverbunds MWW nützlich sein. So kann die digitale Visualisierung von Goethes Bibliothek seine Wissensordnung deutlich vor Augen führen oder eine virtuelle Ausstellung aller Goethe-Büsten einen...

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Ein Schritt auf dem Weg zum 3D-Scan.

„konkurrieren sie hiemit ?“ - Ein Verlegerwettstreit um 1900

Philip Ajouri

Lange Jahre galt Goethes Romanfragment Wilhelm Meisters theatralische Sendung (entstanden 1777-1785) als verloren. Gefunden wurde es im Dezember 1909 in Zürich, nachdem ein Schüler im Unterricht seinem Lehrer ein Manuskript mit der Frage gezeigt hatte, ob das wohl etwas von Bedeutung sei....

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Welche Rolle spielen rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen bei der Herausgabe von Klassikern um 1900? Im Archiv des Insel Verlags findet sich ein Telegramm, das beispielhaft davon Zeugnis ablegt. Es zeigt, mit welchem Einsatz damals um das Recht g
Welche Rolle spielen rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen bei der Herausgabe von Klassikern um 1900? Im Archiv des Insel Verlags findet sich ein Telegramm, das beispielhaft davon Zeugnis ablegt. Es zeigt, mit welchem Einsatz damals um das Recht gekämpft wurde, einen Goethe-Text erstmals publizieren zu können. (Telegramm von Adolf Kaegi an Anton Kippenberg, 17.3.1910, Deutsches Literaturarchiv Marbach, A:Insel).

Inside Weimar – Wenn doch Wände sprechen könnten

Alexander Mortimore

Eingebettet im Herzen Weimars, gegenüber dem Deutschen Nationaltheater und dem Goethe-Schiller-Denkmal, liegt das Wittumspalais. Von außen macht die ehemalige Residenz der Herzogin Anna Amalia einen recht unscheinbaren Eindruck. Doch ihre Mauern bargen einst eine Fülle von künstlerischer...

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Blick in das Tafelrundenzimmer.