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„Endlich sehe ich mich als Wissenschaftlerin“

Von Xiaocui Qiu

Wer über Hans Magnus Enzensberger forscht, kommt irgendwann nach Marbach. Xiaocui Qiu ist aus China angereist. Im Rahmen der Internationalen Sommerschule 2015 von MWW zum Thema „World Literature, Global Archives“ hat sie zwei Wochen im Deutschen Literaturarchiv verbracht und Enzensbergers Manuskripte in Händen gehalten. Hier erzählt sie vom Glück, in einer Schatzkammer der Literatur zu sein.

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Sommerschülerin Xiaocui Qiu, im Hintergrund das Literaturmuseum der Moderne. (c) Nicole Alexander

„In Marbach atme ich Literatur“

Von Amira Fetian

Aus Ägypten ist Amira Fetian Ende Juli 2015 nach Schwaben gekommen, um an der zweiwöchigen Internationalen Sommerschule von MWW zum Thema „World Literature, Global Archives“ am Deutschen Literaturarchiv Marbach teilzunehmen. Ein Reisebericht.

 

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Amira Saad vor dem Schiller-Nationalmuseum in Marbach. (c) Nicole Alexander

„Marbach macht süchtig“

Ein Interview mit Liliane Weissberg

Seit vielen Jahren ist Liliane Weissberg Dozentin der Internationalen Sommerschule am Deutschen Literaturarchiv Marbach, die in diesem Jahr erstmals im Rahmen von MWW stattfand. Mit der deutsch-amerikanischen Literaturwissenschaftlerin sprachen wir über Grenzüberschreitungen in Archiven, Herausforderungen bei der Dissertationsberatung und ihre Wünsche für die nächsten Internationalen Sommerschulen in Weimar und Wolfenbüttel.

 

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Die Literaturprofessorin Liliane Weissberg lehrt an der University of Pennsylvania. © Nicole Alexander

„Ein grossartiges internationales Gespräch“

Ein Interview mit Sandra Richter

Derzeit findet am Deutschen Literaturarchiv Marbach im Rahmen von MWW eine zweiwöchige Internationale Sommerschule zum Thema „World Literature, Global Archives“ statt. Ein Gespräch mit Sandra Richter, Literaturprofessorin an der Universität Stuttgart und Dozentin der Sommerschule, über Goethes ambivalente Sicht auf das Phänomen der Weltliteratur, den Schriftsteller als hybrides Wesen und die Neugier der Stipendiatinnen und Stipendiaten auf deutsche Gegenwartsautoren.

 

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Die Stuttgarter Literaturprofessorin Sandra Richter (© Nicole Alexander)

Digitales Publizieren – eine Reise ins Ungewisse?

Von Constanze Baum und Timo Steyer

Viele Geisteswissenschaftler schrecken davor zurück, ihre Forschungsergebnisse im Internet zu veröffentlichen. Dabei bietet digitales Publizieren enorme Chancen. Darauf macht eine neue Arbeitsgruppe des Vereins Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd), der auch zwei MWW-Mitarbeiter angehören, aufmerksam.

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Manch vermeintliches Ungeheuer entpuppt sich bei näherem Hinsehen als reines Phantasiegebilde – das sollten sich heutige Geisteswissenschaftler von den Seefahrern der Frühen Neuzeit gesagt sein lassen (Typus Cosmographi, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel).

Die Lehre des westafrikanischen Stachelschweins

Von Timo Steyer

Drei Jahre lang haben Geisteswissenschaftler und IT-Experten im Forschungsverbund „Digital Humanities“ zusammengearbeitet – nun fand in Göttingen die Abschlusskonferenz statt. MWW-Mitarbeiter Timo Steyer war dort – und entdeckte viele Berührungspunkte zu seiner Tätigkeit im Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel.

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Mit Semantic Web Technologien lassen sich verschiedene Ressourcen virtuell verbinden – hier zu sehen am Beispiel der Beschreibung des westafrikanischen Stachelschweins im Rahmen des Projekts "Semantic Blumenbach". Bild entnommen aus der Powerpoint-Präsentation über das Projekt von Dr. Jörg Wettlaufer. Verfügbar unter: www.digihum.de/agep/docs/wettlaufer_agep_2014.pdf [Eingesehen am 5.6.2015]

„Gerunzelte Stirn und Hand am Kinn“

Von Hole Rößler

Schülerinnen und Schüler lernten beim Zukunftstag der Herzog August Bibliothek das Projekt „Bildpolitik“ kennen – und bewiesen ein feines Gespür für die Glaubwürdigkeit eines Autorenporträts.

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F. W. Brandshagen: Hermann Hamelmann. Aus: Opera Genealogico-Historica de Westphalia & Saxonia Inferiori. Lemgo: Meyer, 1711 (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, A 8771).

Auf der Zielgeraden – Konzept des geplanten E-Journals überzeugt auf DHd-Tagung

Von Constanze Baum, Swantje Dogunke und Timo Steyer

Viel Rückenwind für die "Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften", die in wenigen Wochen gelauncht wird: Beim Posterwettbewerb der diesjährigen Tagung des Verbands DHd überzeugte das Konzept des E-Journals, das sich als Plattform für einen frei zugänglichen und transparenten Wissensdiskurs versteht – und damit einen Ansatz verfolgt, der sich immer mehr durchsetzt.

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Keine Randbemerkung. Nirgends – Petrarcas Psalmen ringen um Anerkennung

Von Ursula Kundert

Die biblischen Psalmen sind wohl dasjenige Werk, das am häufigsten abgeschrieben, gedruckt, zitiert, kommentiert, übersetzt, bearbeitet und nachgeahmt wurde. All dies geschieht im Mittelalter in eigenen Texten, aber auch sehr häufig zwischen den Zeilen und auf dem Rand. Dies und mehr...

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Francesco Petrarca, Psalmi penitentionales, Marcus Brandis, Leipzig ca. 1485. Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, S 378. 8° Helmst., o. S.

Vom Zeitungsgerücht zum Kartenspiel: "Faust" intermedial

Carsten Rohde

Goethes Faust erschien zuerst im Medium des Imaginären – im Gerücht. In den Jahren 1777/78 tauchten in verschiedenen Zeitschriften in Deutschland Meldungen auf, sowohl Lessing als auch Goethe schrieben an einer Dichtung über jenen spätmittelalterlichen ‚Erz-Zauberer‘ und ‚Schwarzkünstler‘,...

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»Doktor Faust«, Theaterzettel einer Aufführung aus dem Jahre 1811, ohne Ortsangabe © Klassik Stiftung Weimar / HAAB