Publikationen

Als Foren der Forschung und der Reflexion erscheinen im Rahmen von MWW zwei Zeitschriften, die in gewisser Weise die Spannbreite der Möglichkeiten heutigen Publizierens repräsentieren: Während die Zeitschrift für Ideengeschichte (ZIG) als vierteljährlich erscheinendes Print-Magazin das lange Gedächtnis der Ideen pflegt und ihren untergründigen Wanderwegen nachspürt, ist die Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften (ZfdG) als Open-Access-Journal konzipiert, das Forschungsergebnisse aus dem Bereich der noch recht jungen Disziplin der Digital Humanities präsentiert und diskutiert.

Zeitschrift für Ideengeschichte

Die Zeitschrift für Ideengeschichte (ZIG) fragt nach der veränderlichen Natur von Ideen, seien sie philosophischer, religiöser, politischer oder literarischer Art. Herausragende Fachleute aus allen Geisteswissenschaften gehen in Originalbeiträgen der Entstehung, den zahlreichen Metamorphosen, aber auch dem Altern von Ideen nach. Dabei erweist sich manch scheinbar neue Idee als alter Hut. Und umgekehrt gilt es, in Vergessenheit geratene Ideen neu zu entdecken.  

Die internationale Politik der letzten Jahre, die sich erneuernden Wertedebatten und die intensiv erlebte Wiederkehr der Religionen lassen keinen anderen Schluss zu: Die politische und kulturelle Gegenwart wird von Ideen geprägt, spukhaft oft, doch mit enormer Wirksamkeit. Wer diese Gegenwart verstehen will, kommt nicht umhin, Ideengeschichte zu betreiben.

Die Zeitschrift für Ideengeschichte wird von den drei Verbundeinrichtungen und dem Wissenschaftskolleg zu Berlin gemeinsam getragen und erscheint vier Mal jährlich im C.H.Beck-Verlag.

Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften

Die Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften (ZfdG) ist ein innovatives Forschungsperiodikum, das sich Themen an der Schnittstelle von geisteswissenschaftlicher und digitaler Forschung widmet. Adaptionen von Informatik und Informationswissenschaft eröffnen der Gesamtheit der Geisteswissenschaften neue Wege der Wissenserschließung, tragen zur Etablierung neuer Forschungsansätze bei und liefern neue Möglichkeiten der Auf- und Nachbereitung von Quellen, Dokumenten, Daten und Medien. Die Verknüpfung von technischen Innovationen und geisteswissenschaftlichen Forschungsfragen bildet die Grundlage zu einer Standortbestimmung der digitalen Geisteswissenschaften.

Mit der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften eröffnet der Forschungsverbund MWW in Zusammenarbeit mit dem Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd) ein Forum zur Präsentation und Diskussion von Forschungsergebnissen im Kontext der Digital Humanities. Einen besonderen Schwerpunkt des Open-Access-Journals bilden Beiträge, die die kulturelle Überlieferung, wie sie durch die reichen und einzigartigen Bestände der beteiligten Bibliotheken und Archive repräsentiert wird, zum Ausgangspunkt von Forschungsfragen nehmen.