Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel

Die Namen Marbach, Weimar und Wolfenbüttel stehen für drei Einrichtungen, die mehr als ein halbes Jahrtausend deutscher und europäischer Literatur-, Kultur- und Ideengeschichte vereinen. Das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Klassik Stiftung Weimar und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel sammeln, bewahren und erschließen materielle Zeugnisse, die für die Erforschung der deutschen literarischen und intellektuellen Tradition zentral sind, und widmen sich auf diese Weise den langfristigen Transformationen des kulturellen Erbes in Deutschland.

Seit dem Jahr 2013 bündeln diese Einrichtungen ihre Forschungsaktivitäten auf Empfehlung des Wissenschaftsrates in einem Verbund, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Mit der Etablierung des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel knüpfen die drei bedeutenden Zentren der geisteswissenschaftlichen Forschung an eine bereits seit 1990 auf unterschiedlichen Ebenen erprobte Zusammenarbeit an. Seit 2007 geben sie zudem gemeinsam mit dem Wissenschaftskolleg zu Berlin – die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift für Ideengeschichte heraus. 

Durch die Aktivitäten des Verbunds sollen die einzigartigen Sammlungen noch stärker in den Fokus der Wissenschaft auf nationaler und internationaler Ebene gerückt werden und damit auch zu einer erhöhten Sichtbarkeit deutscher geisteswissenschaftlicher Forschung und Forschungsinfrastrukturen beitragen.

Ziele des Forschungsverbunds sind:

  • durch innovative Forschungsprojekte  und Ausstellungen größere Aufmerksamkeit auf die reichen Sammlungsbestände in den Archiven, Bibliotheken und Museen der drei Einrichtungen zu lenken und so zukunftsweisende Impulse für die geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung zu vermitteln;
  • den wissenschaftlichen Nachwuchs im Rahmen bestandsbezogener Forschungsprogramme zu fördern und auf diese Weise in die Netzwerke des internationalen Wissenstransfers einzubinden;
  • im Bereich digitaler Forschungsinfrastrukturen die aktuellen Ansätze zur Datenmodellierung sowie zur Langzeitspeicherung weiterzuentwickeln und im Austausch mit Partnerinstitutionen neue Entwicklungen in den Digital Humanities anzustoßen;
  • den Dialog zwischen den geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen zu verstärken und die Zusammenarbeit mit internationalen Partnereinrichtungen ebenso wie mit Stiftungen, Verbänden und Interessenvertretungen zu intensivieren.


Flyer zum Forschungsverbund MWW (PDF)

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