Digitale Forschungsinfrastruktur

Computerbasierte Techniken und Methoden sind aus der geisteswissenschaftlichen Forschung nicht mehr wegzudenken. Primär- und Sekundärquellen liegen als Originale oder Substitute in digitaler Form vor. Entsprechend bieten sich digitale Verfahren für Analyseprozesse sowie für Präsentations- und Nutzungsformen an. Der Forschungsverbund entwickelt eine gemeinsame Infrastruktur für den Einsatz moderner Informationstechnologien. Mit ihrer Hilfe werden die wissenschaftliche Arbeit und die Sicherung ihrer Erträge auf ein neues Fundament gestellt. Der Forschungsverbund verfolgt drei gemeinsame Projekte.

Projekt A: Datenmodellierung und Metadaten

Metadaten bilden das Rückgrat eines jeden digitalen Angebots. Ohne Beschreibung und Strukturierung von Objekten durch Metadaten sind digitale Archive, Bibliotheken und Museen kaum oder nur eingeschränkt nutzbar. Daher konzentriert sich dieses Teilprojekt auf die Modellierung der durch Metadaten zu beschreibenden Entitäten sowie auf die Entwicklung und Nutzung von Metadatenstandards für den Forschungsverbund. Über die Metadaten werden die verschiedenen Komponenten der virtuellen Forschungsumgebung des Verbunds zusammengeführt.

Projektmitarbeiter: Timo Steyer

Projekt B: Aufbau eines virtuellen Forschungsraums

Gegenstand dieses Teilprojektes ist der Aufbau eines virtuellen Forschungsraums, der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einen digitalen Zugang zu den Sammlungen der drei Verbundeinrichtungen eröffnet und interaktive computergestützte Arbeitsmöglichkeiten für methodisch neue Forschungsperspektiven anbietet. Damit dient der Forschungsraum als digitales Zugangs- und Arbeitsportal zu den Forschungsprojekten des Verbunds und den Verbundeinrichtungen selbst. Langfristig soll der virtuelle Forschungsraum zu einem universellen Rechercheinstrument und ›Arbeitsplatz‹ für die internationale geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung ausgebaut werden.

Projektmitarbeiterin: Swantje Dogunke

Projekt C: Aufbau eines verlässlichen Speichers

Die drei Verbundeinrichtungen haben sich auf die Entwicklung eines gemeinsamen Systems verlässlicher Langzeitarchivierung verständigt, um die sichere Speicherung der inzwischen stark angewachsenen und stets weiterwachsenden Menge digitaler Objektdaten zu gewährleisten. Im Rahmen des Projekts soll ein Langzeitarchivierungssystem nach dem OAIS-Modell aufgebaut werden, das zum einen die Grundlage für den gesamten Forschungsraum des Verbunds darstellt, zum anderen aber auch als Pilot für andere Einrichtungen fungieren soll, die ebenfalls vor der Herausforderung stehen, digitale Objektdaten nachhaltig und verlässlich zu archivieren.

Projektmitarbeiter: N. N.